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St. Moritz 2017 Worley muss, die Schweizerinnen dürfen

Im WM-Riesenslalom wird Tessa Worley als Kronfavoritin gehandelt. Ihr dürfte auf der «Engiadina» in St. Moritz aber harte Konkurrenz erwachsen. Das Durchschnittsalter des Schweizer Teams beträgt keine 20 Jahre.

Legende: Video Tessa Worley: Liegt Gold für das Kämpferherz bereit? abspielen. Laufzeit 2:13 Minuten.
Vom 15.02.2017.

Die Favoritinnen:

  • Tessa Worley (Fr)
    Nur einmal stand die 27-Jährige in ihrer bevorzugten Sparte in diesem Winter nicht auf dem Podest – beim Prolog in Sölden, als Rang 6 resultierte. Seither fuhr die Leaderin des Disziplinenweltcups 3 Siege und 3 Mal Platz 2 heraus. Möglich, dass es Worley wie 2013 macht, als sie Gold eroberte. Zudem geht sie als frisch gekürte Team-Weltmeisterin beflügelt ins Rennen.
  • Mikaela Shiffrin (USA)
    8 Saisonsiege stehen für das «Wunderkind» schon zu Buche. Deren 2 errang Shiffrin in Semmering, als sie einen veritablen Zwischenspurt einlegte. Die erst 21-Jährige kann im Engadin die Jagd auf ihr 1. Doppel-Gold an Titelkämpfen eröffnen. Im Slalom ist sie schon seit der WM 2013 das Mass aller Dinge.
Legende: Video Die wilde Abfahrt von Goggia abspielen. Laufzeit 1:58 Minuten.
Vom 12.02.2017.
  • Sofia Goggia (It)
    Mit 9 Podestplätzen ist sie die Aufsteigerin der Saison. Doch beim Höhepunkt in St. Moritz ging die Athletin aus Bergamo bislang leer aus. Folglich hat sie noch eine Rechnung offen – und mit bislang 2 «Riesen»-Klassierungen in den Top 3 intakte Chancen, um diese zu begleichen.

Die Abwesenden:

  • Lara Gut (Sz)
    Der WM-Pechvogel stand diese Saison in 3 Riesenslaloms auf dem Podest.
  • Eva-Maria Brem (Ö)
    Sie gewann vor einem Jahr die kleine Kristallkugel und fiel dann im November mit Schien- und Wadenbeinbruch aus.

Die Schweizerinnen:

  • Simone Wild (23)
    Sie führt altersmässig das Debütantinnen-Quartett aus der Schweiz an. Wild konzentriert sich im Weltcup ausschliesslich auf den «Riesen» – Platz 7 vom Dezember in Sestriere ragt aus ihrem Leistungsausweis heraus.
  • Mélanie Meillard (18)
    Steht in ihrer Premieren-Saison auf höchster Stufe für erfrischende Auftritte und hat im Riesenslalom einen 10. Platz vorzuweisen.
Legende: Video In Sestriere: Zu zweit in den Top 10 abspielen. Laufzeit 3:47 Minuten.
Aus sportaktuell vom 10.12.2016.
  • Camille Rast (17)
    Die Novizin überzeugte zuletzt am Kronplatz mit dem 9. Rang und sprang dadurch auf den WM-Zug auf.
  • Jasmina Suter (21)
    Die nachnominierte Ersatzfrau von Lara Gut schafft es in dieser Saison noch nie in die Punkteränge. Ihr Plus: die vollkommene Unbeschwertheit.

Aufgepasst auf:

  • Anna Veith (Ö)
    Eine Titelverteidigerin soll man nie abschreiben. In St. Moritz bündelte sie ihre Kräfte nach dem Super-G-Aus für den einen grossen Auftritt. Die 27-Jährige kehrte nach langer Verletzungspause erst Ende 2016 in den Weltcup zurück – und hat schon wieder einen Podestplatz aufzuweisen.
  • Viktoria Rebensburg (De)
    3 Chancen auf eine Medaille setzte sie bereits in den weichen St. Moritzer Schnee. Noch bleibt der Silbergewinnerin der WM 2015 eine Gelegenheit.
  • Eine weitere Italienerin
    Marta Bassino, Federica Brignone und Manuela Mölgg: Sie alle standen in der laufenden Weltcup-Saison auch schon auf dem Treppchen – und sind somit nebst Goggia ein zusätzlicher Trumpf unserer südlichen Nachbarn.

So tippen die Experten

Hier geht's zum Ski-WM-Tippspiel.

TV-Hinweis

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Verfolgen Sie den WM-Riesenslalom der Frauen am Donnerstag live auf SRF zwei oder in unserer Sport App mit Stream und Ticker. Der 1. Lauf gibt es ab 9:15 Uhr, der Countdown zur Entscheidung folgt um 12:30 Uhr.

5 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    Realistisch betrachtet & bei dieser grossen Konkurrenz, dürfte ein Podestplatz für unsere jungen Fahrerinnen schwierig werden. Aber Grossanlässe immer wieder schöne Geschichten schreiben & für Überraschungen gut sind, gilt: Hopp Schwiiz!
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  • Kommentar von markus kohler (nonickname)
    Niemand glaubt daran, dass Swiss Ski im RS mitreden kann. Die Meillards haben Talent, Wild und Rast scheinen ebenfalls Potenzial mitzubringen, aber im Moment muss man froh sein, wenn eine Schweizerin/Schweizer im Schlussklassement zu finden sein wird. Der RS ist seit vielen Jahren eine Problemdisziplin bei Swiss Ski und wird es vorläufig auch bleiben.
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    1. Antwort von René Ruf (RenéR)
      @Kohler Alle Schweizerinnen welche heute durchkommen werden auch im Schlussklassement zu finden sein, egal mit welcher Laufzeit. Dies gilt für das gesamte Teilnehmerfeld, wobei im 2.DG die besten 60! starten dürfen. Betr. Problemdisziplin, 4 haben in dieser Saison mind. ein Top 10 Ergebnis aufzuweisen. Bei einem GS waren 3 in den Top 10. Hr.Passant sie verkennen das vorhandenene, individuelle Potenzial der CH-Athletinnen. Allein schon, wenn sie Wild und Rast auf die gleiche Ebene setzen.
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    2. Antwort von markus kohler (nonickname)
      Sie haben recht mit dem Schlussklassement, aber es kann nicht wegdiskutiert werden, dass aktuell im RS nicht sehr viel läuft. Ich habe auf das Potenzial hingeweisen, aber es fehlt mindetens eine Generation im RS und ohne Gut gibt es keine Aussichten auf vordere Ränge. Dieses Rennen kann man unter dem Kapitel "Erfahrung sammeln" abhaken.
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
    Das man Federica Brignone und Manuela Mölgg nur am Rande erwähnt spricht nicht über die Qualität des Artikels. Mein Podest 1. Tessa Worly, 2. Federica Brignone , 3. Mélanie Meillard.
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