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Vail 2015 Super-G: Gute Wetteraussichten und Schweizer Aussenseiter

Nach der Absage des Männer-Super-Gs am Mittwoch sehen die Wetterprognosen für Donnerstag gut aus. Laut FIS-Renndirektor Markus Waldner dürfte dem Rennen nichts im Wege stehen. Edelmetall eines Schweizers – im Super-G die klaren Aussenseiter – käme jedoch einer grossen Überraschung gleich.

Legende: Video Vorschau auf den Super-G der Männer abspielen. Laufzeit 01:35 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 05.02.2015.

Bereits am frühen Mittwoch-Morgen hatte der für die WM zuständige Meteorologe, Scott Toepfer, die Austragung des Männer-Super-Gs in Beaver Creek infrage gestellt. «Eventuell kommen stärkere Winde auf, der Westwind wird die Piste hinaufwehen», prophezeite Toepfer. Er sollte schliesslich recht behalten. FIS-Renndirektor Markus Waldner blieb nichts anderes übrig, als die erste WM-Entscheidung der Männer auf Donnerstag zu verschieben.

Verschiebung als richtige Entscheidung

Bei den Athleten stiess die Verlegung auf den Reservetag auf Verständnis. Top-Favorit Kjetil Jansrud sprach stellvertretend für die anderen Fahrer von einer guten Entscheidung. «Wenn du mit dem Innenski einen kleinen Fehler machst, dann wird es gefährlich bei diesen Verhältnissen», so der Norweger.

Auch für Patrick Küng machte der Entscheid der Rennleitung Sinn: «Es war unmöglich, so ein faires Rennen zu fahren.»

Gute Prognosen für Donnerstag

Am Donnerstag sollte dem Rennen nun nichts mehr im Wege stehen, die Wetterprognosen verkünden Sonnenschein in Beaver Creek. Laut Waldner soll auch der immer noch in grossen Mengen vorhandene Neuschnee die «Birds of Prey»-Piste nicht gefährden. «Den Schnee kriegen wir raus, es sind super Arbeiter hier», so der FIS-Direktor zuversichtlich.

Jankas Bestergebnis und Défagos Leistungsausweis

Mit einer Schweizer Medaille zu rechnen oder diese gar zu fordern, wäre indes vermessen. Zu inkonstant waren die Ergebnisse der Swiss-Ski-Fahrer in der zweitschnellsten Disziplin in diesem Winter. Die beste Klassierung datiert vom 20. Dezember in Gröden – Carlo Janka landete auf dem 6. Schlussrang.

Der nominell stärkste Schweizer Super-G-Fahrer der laufenden Saison ist Altmeister Didier Défago. Nach seinen Plätzen 7, 9, 10 und 11 belegt der Walliser aktuell die Nummer 7 in der Super-G-Disziplinenwertung. Bei seinem letzten Grossanlass der Karriere dürfte der Routinier zudem noch einmal alles in die Waagschale werfen, was er zu bieten hat.

Küng: Gute und schlechte Momente in Colorado

Die besten Erinnerungen an die Rocky Mountains dürfte jedoch Küng haben. 2013 holte der Glarner auf der anspruchsvollen «Raubvogel»-Piste seinen ersten Sieg im Weltcup. «Die Erinnerungen sind noch da. Aber es ist ein anderes Jahr und es ist Weltmeisterschaft», stapelt der 31-Jährige tief. Diese Bescheidenheit gründet wahrscheinlich auch in seinem Abschneiden im Dezember in Beaver Creek. Küng schied sowohl in der Abfahrt als auch im Super-G aus.

Der Glarner gehört beim ersten WM-Rennen der Männer folglich auch höchstens zum erweiterten Favoritenkreis. Die heissesten Anwärter auf den Sieg sind Jansrud, Dominik Paris (It) oder auch der Österreicher Hannes Reichelt.

Sendebezug: SRF zwei, «Vail live», 3.2.15, 22:00 Uhr

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Den Männer-Super-G zeigen wir Ihnen am Donnerstag ab 18:30 Uhr auf SRF zwei live. Zudem können Sie das Rennen im Stream (inklusive Live-Ticker) verfolgen.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Was mich an den wichtigen Sportanlässen (WM oder Olympischen Spielen) jedesmal mehr stört, sind die langen Sende-Vorzeiten, mit Spekulationen über eventuelle Sieger oder das ständige "hinten nachlaufen" bei Medaillenanwärter oder unseren "Schweizer-SportlerInnen", durch Kameraleute und aufdringliche Journalisten! Warum lässt man nicht einfach die Athleten starten und ein Rennen fahren? Nachher Interviews machen reicht völlig! Ich sage dem immer: Das ist "verheizen" und Belastung der Sportler!
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    1. Antwort von D.Daniele, Obergösgen
      Es geht schon lange nicht mehr um den Athleten oder den Sport, das hat auch der letzte Verstanden! Es geht nur ums Business, diese WM wird es wieder zeigen, erst kommt die Werbung, dann vielleicht ein Faires Rennen. Für Geld & Werbung, würden Sie auch Ihre eigenen Athleten Opfern. Immer wieder wird hier auch Gejammer über die vielen Verletzungen, die kommen ja irgendwo her? Fast jeder 2 Athlet hat Rückenproblem, sehr viel Fahren nur vollgestopft von Medikamente (z.B.Kostelic), alle schauen Weg!
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  • Kommentar von jean passant, thun
    Swiss Ski wird auch heute einen Nuller einfahren. Aber das wird niemanden gross kümmern, man muss ja nur noch etwas Geduld aufbringen...
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    1. Antwort von Max, Hergiswil
      Aber Herr Passant, freuen wir uns doch auf das Rennen, ob die Schweizer gewinnen oder nicht!
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