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Vail 2015 Von Abfahrts-Glanz und Techniker-Tristesse

Vom Glanz in der Abfahrt bis zu den tristen Bildern in Riesenslalom und Slalom – die WM-Bilanz der Schweizer Männer fällt sehr unterschiedlich aus. Bei den Technikern sind mit Blick auf die nächste WM in St. Moritz schnellstens Impulse nötig, schreibt SRF-Kommentator Matthias Hüppi.

Legende: Video Die WM-Bilanz der Schweizer Männer abspielen. Laufzeit 3:13 Minuten.
Aus sportlive vom 15.02.2015.

Patrick Küng und Beat Feuz haben mit ihren Ausnahmeleistungen die Bilanz des Schweizer Männerteams mit Glanz überzogen und kräftig aufpoliert. Gold und Bronze in der WM Abfahrt – schlicht ein Traumresultat.

Legende: Video Patrick Küng holt WM-Abfahrtsgold abspielen. Laufzeit 4:17 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 07.02.2015.

Der Kämpfer und das Naturtalent

Beide Athleten bringen ihre eigene, persönliche Geschichte mit. Küng, der «Spätzünder», mittlerweile im allerbesten Abfahreralter angekommen; der Kämpfer aus dem Glarnerland, dem wenig geschenkt wurde auf dem Weg vom Europacup zum Weltmeistertitel.

Feuz, das Naturtalent aus dem Emmental, in ganz jungen Jahren bereits verwöhnt mit dem Weltmeistertitel bei den Junioren und mit grossartigen Perspektiven bedacht. Bis die Verletzungsserie begann, auf die später die Leidensgeschichte mit dem Knie folgen sollte.

Beide waren am entscheidenden Tag bereit. Nicht nur die Fahrer selbst, sondern auch das Material und alle anderen Umstände, welche für den Triumph in dieser komplexen Disziplin unabdingbar sind. Man wird sich lange an den 8. Februar 2015 erinnern.

Legende: Video Carlo Jankas Kombi-Slalom abspielen. Laufzeit 1:01 Minuten.
Aus sportlive vom 08.02.2015.

Fahrfehler und Vilettas Ausfall

Da ist die Ausbeute in allen anderen Disziplinen wesentlich weniger berauschend. Im Super-G haben Fahrfehler Spitzenplätze verhindert, der insgeheim erhoffte Exploit zum Auftakt der WM blieb damit aus. Die Schweizer landeten dort, wo man sie aufgrund der Resultate im laufenden Winter etwa erwartet hatte.

In der Kombination wog der Ausfall des Olympiasieges Sandro Viletta schwer. Für den Platz auf dem Podest wären in Anbetracht der hohen Slalomhürde noch schnellere Abfahrten nötig gewesen.

Legende: Video Der schnelle Ausfall von Daniel Yule abspielen. Laufzeit 0:56 Minuten.
Aus sportlive vom 15.02.2015.

Die Techniker im Tief

So erfreulich die erste Woche dank des Coups in der Abfahrt verlief, so enttäuschend endeten die beiden technischen Rennen. Im Riesenslalom und im Slalom gleichen sich die Bilder.

Zweifellos verfügt Swiss-Ski über talentierte Techniker. Aber die Lehrjahre laufen ab; jetzt wäre dringend der nächste und entscheidende Schritt zu bewältigen. Und das ist bekanntermassen der grösste im alpinen Rennsport: aus den besten 20 der Welt in die Top Ten.

St. Moritz 2017 muss das grosse Ziel sein. Impulse sind möglichst schnell zu setzen, denn der Weg dorthin ist noch weit - aber sehr viel Zeit bleibt nicht. Es geht rasant. So rasant, wie Marcel Hirscher, Ted Ligety und Co. zu fahren pflegen.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 03.02.-15.02.2015, 18:30 Uhr / 17:45 Uhr

10 Kommentare

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  • Kommentar von F. Muster, Zürich
    Vielleicht war es auch gut so, dass man nicht zuviele Medallien gemacht hat. Sonst hätten sich die Leute (Bsp. Präsident U. Lehmann) in den obersten Swiss Ski Etagen die Hände gerieben und gesagt: alles in Ordnung, wir müssen nichts machen, da wir ja Medallien gewonnen haben.
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  • Kommentar von Beat Merki, Uttwil
    Man muss am Ende der Saison alles genau analysieren und die nötigen Schlüsse daraus ziehen und vielleicht auch Aenderungen vornehmen. Den Athleten und Athletinnen darf man aber punkto Einsatz und Kampfgeist meiner Meinung nach keinen Vorwurf machen sie haben alles gegeben leider war das Glück nicht immer auf ihrer Seite. Schade auch der verletzungsbedingte Ausfall von Dominique Gisin in den Speed-Disziplinen. Auf jeden Fall wünsche ich den Aktiven alles Gute für die noch verbleibenden Rennen!!
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  • Kommentar von W. E, Kt. Zürich
    Und....die Österreicher haben im Slalom die "Alten" antreten lassen, während man bei Swiss-Ski den Jungen eine Chance gegeben hat. Praktisch 2 Generationen Skifahrer gegen einander angetreten sind. Routine, Erfahrung usw. haben es aber auch nicht reissen können. Die Erwartungen in unsere Jungen war eventuell ein wenig zu hoch gegriffen.
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