WM 1989: Schneider und Walliser - Duo der Superlative

Die WM-Goldläufe von Vreni Schneider und Maria Walliser von 1989 in Vail versinnbildlichen die Dominanz der Schweizer Skifahrerinnen in den 80er-Jahren vortrefflich. Mit jeweils deutlich über einer Sekunde Vorsprung auf die Zweite deklassierten sie die Konkurrenz.

Zwischen 1980 und 1989 ging der Gesamtweltcup nur zweimal nicht an eine Schweizerin. Neben jeweils 2 Triumphen von Walliser, Figini und Hess steuerten auch Nadig und Schneider je eine der begehrten Kristallkugeln bei.

Walliser gewann in Vail ihren letzten grossen Titel (Abfahrt) und beendete ein Jahr später ihre Karriere. Schneider wiederum stand im Zenit. In der Saison 1988/89 gewann sie alle 7 Slaloms, 6 von 7 Riesenslaloms und eine Kombi. Dass die Elmerin ausgerechnet im WM-Slalom von Vail nur 2. wurde, wertete die erfolgsverwöhnte Schweizer Öffentlichkeit daher fast schon ein wenig als Misserfolg. 4 Tage später holte Schneider Riesenslalom-Gold.

Mit dem Rücktritt von Schneider endete die grosse Ära der Schweizer Frauen. Seither sind 20 Jahre vergangen, in denen die Schweizerinnen insgesamt nur noch 3 Disziplinen-Weltcups holten – also 8 weniger als Schneider selbst.

Schlagzeilen der WM

Schlagzeilen der WM

Die 30. Alpinen Weltmeisterschaften fanden 1989 erstmals in Vail statt. Wir blicken in 4 Geschichten, die damals für Schlagzeilen sorgten, zurück.