Zum Inhalt springen

Weltcup Frauen Bei Wendy Holdener hat es Klick gemacht

Sie ist Kombinations-Weltmeisterin und Slalom-Spezialistin. Seit Sölden gehört Wendy Holdener auch im Riesenslalom zu den Top-Cracks im Weltcup. Im «sportpanorama» sprach sie über die schwierige Annäherung während Jahren.

Legende: Video Holdeners Besuch im «sportpanorama» in voller Länge abspielen. Laufzeit 12:00 Minuten.
Aus sportpanorama vom 29.10.2017.

«Immer versucht, immer gescheitert. Egal, versuch' es wieder, scheitere erneut, scheitere besser.» Das Zitat stammt von Samuel Beckett. Der Spruch prangt in Form eines Tattoos seit langem auf dem linken Unterarm Stan Wawrinkas – und machte den Romand zu einem besseren Tennisspieler.

Wendy Holdener liess sich ebenfalls nicht entmutigen. Sie nahm immer wieder Anlauf, auch wenn das mit dem Riesenslalom nicht hinhauen wollte.

Ich spürte, dass so viel mehr drin liegen würde.
Autor: Wendy Holdener

Dabei war die 24-Jährige nach dem 1. Lauf und Position 12 im Zwischenklassement von Sölden noch unzufrieden. «Ich spürte, dass so viel mehr drin liegen würde. Dass ich Luft nach oben hatte», sagte Holdener. Und dann hat es irgendwie Klick gemacht.

Die Athletin spricht von einer lang ersehnten Belohnung. Denn sie habe schon seit 5 Jahren probiert, im «Riesen» einen Schritt nach vorne zu machen. Bislang ohne ersichtlichen Ertrag.

Legende: Video Wie Holdener den perfekten Schwung verinnerlichte abspielen. Laufzeit 1:09 Minuten.
Aus sportpanorama vom 29.10.2017.

«Im Gegensatz zum Slalom fehlte es mir in dieser Disziplin an einem genauen Plan», analysierte die Kombinations-Weltmeisterin und WM-Silbermedaillengewinnerin im Slalom.

Einen Reset gemacht

Also entschied sie sich zusammen mit ihren Betreuern dafür, nach dem letzten Winter einen Schlussstrich zu ziehen. Sie tastete sich mit neuer Methode an den perfekten Schwung heran (siehe Video) und fühlt sich heute auch wohler im Riesenslalom-Schuh.

Im «sportpanorama» sprach Holdener zudem über die turbulente Zeit nach der erfolgreichen Heim-WM in St. Moritz.

In der Woche danach war ich leer und ganz ohne Emotionen. Ich konnte in den Rennen keine Spannung mehr aufbauen.

Zum Glück pendelte sich alles rasch wieder ein. So resümiert sie heute:

Ich konnte meine Ruhe behalten.

Sendebezug: SRF zwei, «sportpanorama», 29.10.2017 18:50 Uhr

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Dominik Bigler (Dömu97)
    Ich gönne Wendy diesen Erfolg sehr! Trotzdem ist sie noch lange keine dauerhafte Top7- oder sogar Podestfahrerin. Da fehlt doch noch einiges, um ein Podest zu erreichen. In Abewesenheit von Brem, Gut, Birgnone und auch Veith sowie den ausgeschiedenen Bassino und Goggia war es für einmal leicht, die Top 10 zu knacken. Die Medien stellen diese Platzierung wieder so dar als wäre das in dieser Saison die Regel für Wendy. Ich hoffe und wünsche es ihr sehr aber realistisch betrachtet wird das nix.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Stimmt! Zu gönnen ist Wendy dieser 6. Rang auf alle Fälle. Aber man sollte ihn jetzt nicht über bewerten & so Druck auf Wendy aufbauen, damit es jetzt immer Ränge in den Top 10 werden müssen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen