Zum Inhalt springen
Inhalt

Weltcup Frauen Boykott: Vonn startet nicht und attackiert die FIS

Lindsey Vonn und Mikaela Shiffrin haben auf einen Start bei der Kombination in Crans-Montana verzichtet. Erstere erhebt schwere Vorwürfe gegen die FIS.

Legende: Video 3 Athletinnen – 1 Passage – 3 Ausfälle abspielen. Laufzeit 00:40 Minuten.
Aus sportlive vom 24.02.2017.

Die alpine Kombination in Crans-Montana stand von Beginn weg unter keinem guten Stern. Das Wetter spielte ebenso wenig mit wie die Kurssetzung. Mit Ilka Stuhec, Tessa Worley und Denise Feierabend wurden die ersten drei Athletinnen im Super-G an der gleichen Stelle von einer Welle ausgehoben und schieden aus.

Wofür machen wir sowas, wenn es so gefährlich ist?
Autor: Lindsey Vonn
Legende: Video Lehmann: «Im Nachhinein ist man immer schlauer» abspielen. Laufzeit 02:54 Minuten.
Aus sportlive vom 24.02.2017.

Während Stuhec lediglich ein Tor verpasste, stürzten Worley und Feierabend in die Fangnetze. Feierabend musste anschliessend mit Verdacht auf eine Knieverletzung ins Spital gebracht werden. «Das Knie sieht nicht gut aus», sagte Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann noch im Zielraum.

Zu viel für Lindsey Vonn, die aus dem Startbereich twitterte: «Genug ist genug. Ich werde heute nicht fahren. Das ist nicht sicher. Bitte hört auf damit @fisalpine.»

Amerikanerinnen nicht am Start

Die Organisatoren sahen sich durch die Ausfälle gezwungen, das Rennen zu unterbrechen. Wenig später folgte der Entscheid, den Super-G – ohne die heikle Passage – vom Reservestart aus in Angriff zu nehmen.

Legende: Video Vonn: «Niemand hat auf uns gehört» abspielen. Laufzeit 03:02 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 24.02.2017.

Vonn machte ihre Drohung wahr und war wie Teamkollegin Mikaela Shiffrin nicht am Start. «Der Schnee ist zu weich, es ist zu gefährlich. Wir brauchen ein solches Risiko nicht. Wofür machen wir sowas, wenn es so gefährlich ist?», fragte die 32-Jährige.

Sie warf der FIS unter anderem auch vor, die weiblichen Athletinnen nicht ernst zu nehmen.

Verantwortliche weisen Kritik zurück

Nach dem Rennen äusserte sich auch FIS-Renndirektor Atle Skardal zu den umstrittenen Geschehnissen.

  • Skardal zum Entscheid, den Wettkampf nicht abzubrechen: «Der obere Teil ist uns ein Tick zu schnell gegangen. Durch die Welle gab es einen Sprung, den wir alle unterschätzt haben. Als wir den Start nach unten versetzten, ging aber alles tadellos.»
  • Skardal kontert die harte Kritik von Lindsey Vonn: «Die Piste war sehr gut. Sie war mit Salz bearbeitet. Ich habe sie nach 60 Fahrerinnen getestet und da waren kaum Spuren drin. Dieses Drama verstehe ich überhaupt nicht. Ausserdem ist Lindsey nicht gefahren, also weiss sie nicht wie es war.»
Legende: Video Atle Skardal: «Ich verstehe Lindseys Kritik nicht» abspielen. Laufzeit 03:47 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 24.02.2017.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 24.2.17, 10:25 Uhr

21 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Mandy Loosli (Mandy Loosli)
    Logisch zählt in erster Linie die Sicherheit aller Fahrer und Nicht-Profis können die Strecken vom Sofa her nicht beurteilen. Aber Miss Vonn geht mit gewaltig auf die Nerven. Zu Ihrem Come Back hat sie schon gross getönt, sie will bei den Männern starten und würde so einige hinter sich lassen... sie ist ne super Skifahrerin, das steht ausser Frage. Aber was soll das Theater jetzt wieder. Wenn sie mehr Respekt hat als vor ihren Verletzungen, dann soll sie dazu stehen. Es ist ja keine Schande....
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Silvio Silla (Silla)
    Herr Waeden, sie standen noch nie auf den Skiern und kennen Skirennen nur vom Sofa aus? Vonn steht es frei, wenns gefährlich wird an den Start zu gehen, und ich bin auch kein Fan von Vonn. Aber die Versetzung des Starts hat allen Kritikern Recht gegeben. Nur Urs Lehman hat nicht begriffen das die Sicherheit der RennfahrerInnen vor den Fernsehrechten geht. Lehmann muss den Posten als SSV Chef freistellen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Nonov Urbiz (Nachtvogel)
    Also ich finde die 3 Fahrerinnen legen sich beim Tor zu weit nach rechts in die Kurve für das dass der Kurs nach links weiterführt. Mir scheint als rechnen sie nicht mit dem Sprung, denn ohne Sprung würde diese Linie aufgehen. Und der Schnee in der Nähe des Fangnetzes sieht wirklich zu weich aus, und das ist sehr gefährlich.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Es waren klar Fahrfehler. 2 sind dabei leider gestürzt, aber die mit Startnummer 1 mit demselben Fahrfehler ist es nicht & ist dann beim 2. Anlauf sogar 2. geworden. Also kann es nicht an den Pistenverhältnissen gelegen haben.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen