Elena Fanchini düpiert die Favoritinnen

Elena Fanchini ist bei der Abfahrt in Cortina d'Ampezzo zu einem unverhofften Heim-Erfolg gekommen. Mit der Startnummer 14 gewann sie bei zunehmend grösserem Schneefall und schwierigen Sichtverhältnissen. Die Schweizerinnen gehörten genauso wie Lindsey Vonn zu den Geschlagenen.

Elena Fanchini hat bei den bisherigen 3 Abfahrten in dieser Saison kaum brilliert. Rang 7 beim zweiten Anlauf in Lake Louise war ihr Bestresultat. Zudem fuhr sie auf die Plätze 13 und 27.

Beflügelt vom Heimpublikum glückte der 29-Jährigen nach langer Durststrecke der grosse Befreiungschlag. Erst einmal konnte die Italienerin bislang einen Weltcup-Triumph feiern. Gut 9 Jahre sind seither vergangen.

Auch Yurkiw überraschend

Überhaupt war das Podest in den Dolomiten eher unerwartet besetzt. Denn an 2. Stelle folgte mit 15 Hundertstelsekunden Differenz Larisa Yurkiw. Für die Kanadierin bedeutete der Vorstoss unter die Top 3 eine Premiere.

Als Dritte klassierte sich Viktoria Rebensburg aus Deutschland. Sie ist die einzige Athletin, die in diesem Winter zuvor schon einen Podestplatz in der Abfahrt belegen konnte.

Video «Die Fahrt von Vonn» abspielen

Die Fahrt von Vonn

1:02 min, vom 16.1.2015

Vonn spielte keine Rolle

Lindsey Vonn war bei ihrem Versuch, den 62. Weltcup-Sieg zu erringen und damit mit Rekordhalterin Annemarie Moser-Pröll (Ö) gleichzuziehen, chancenlos. Am Freitag hatte sie noch Bestzeit im Training aufgestellt. Auch die Tatsache, dass Vonn an dieser Stätte bereits 14-mal auf dem Podest gestanden hatte, weckte hohe Ewartungen.

Doch die Amerikanerin konnte diese auf der Piste «Olimpia delle Tofane» zu keinem Zeitpunkt erfüllen. Als 10. mit 0,88 Sekunden Rückstand kassierte sie eine unverhoffte Schlappe.

Eine Schweizer Schmach

Für die Schweizerinnen kehrte nach zuletzt 4 Top-10-Klassierungen in Val-d'Isère wieder die grosse Ernüchterung ein. Fabienne Suter lieferte im Rahmen ihrer Möglichkeiten als Achte das wertvollste Ergebnis. Olympiasiegerin Dominique Gisin verpatzte ihre Fahrt und wurde 18. Enttäuscht hat ebenso Lara Gut als 25., die in Cortina vor einem Jahr den Super-G gewinnen konnte.

Video «Ski alpin: Nadja Jnglin im Interview» abspielen

Jnglin-Kamer im Interview

0:53 min, vom 16.1.2015

Marianne Abderhalden war von einer Schulterprellung handicapiert und kam darum nicht über Platz 34 hinaus. Für die von einer Verletzung zurückgekehrten Nadja Jnglin-Kamer ging es darum, sich wieder an das Niveau heranzutasten. Als 40. verlor sie über 2 Sekunden.

Noch 2 Rennen in Cortina

Die Möglichkeit zur Korrektor kommt bald. Denn in Cortina wird am Samstag gleich nochmals eine Abfahrt ausgetragen. Am Sonntag steht ein Super-G auf dem Programm.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 16.01.15 09:20 Uhr