Gisin: «Das Feuer in mir brennt noch stärker»

Der Olympiasieg in der Abfahrt in Sotschi war für Dominique Gisin die verdiente Entschädigung für zahlreiche Tiefschläge. Dank dem grössten Triumph ihrer Karriere blickt die Engelbergerin voller Vertrauen und Optimismus auf den kommenden Winter.

Dominique Gisin posiert vor dem Riesenslalom in Sölden.

Bildlegende: Guten Mutes Dominique Gisin gibt sich zuversichtlich. EQ Images

Insgesamt neun Knieoperationen musste Dominique Gisin bereits über sich ergehen lassen. Das Verletzungspech klebte förmlich an der Engelbergerin. Am 12. Februar 2014 stand Gisin dann für einmal wieder auf der Sonnenseite: In Sotschi sicherte sie sich ex aequo mit der Slowenin Tina Maze die Goldmedaille in der Abfahrt.

Zuversichtlich und hungrig

Von diesem Triumph zehrt Gisin auch neun Monate später noch. «Der Olympiasieg gibt mir immer noch sehr viel Energie», erklärte die 28-Jährige. Die Zuversicht für den kommenden Winter und der Hunger nach weiteren Erfolgen sind bei Gisin so gross wie selten zuvor: «Seit Sotschi brennt das Feuer in mir viel stärker.»

Das Vertrauen ist definitiv zurück

Neben dem Feuer hat das Olympiagold bei Gisin aber noch etwas verstärkt, was in der Vergangenheit aufgrund der vielen Verletzungen oft gefehlt hat: das Vertrauen. «Die Gedanken an all die Stürze und die schwierigen Zeiten sind weit weg», sagte Gisin im «sportpanorama». Ich fühle mich im Training sehr sicher und stabil. Zudem merke ich, dass ich wieder mehr riskieren kann als früher.»

Gisin: «Perfekt vorbereitet und topfit»

Entsprechend zufrieden ist Gisin mit der Vorbereitung auf die Saison. Gänzlich ohne Verletzungssorgen investierte die dreifache Weltcupsiegerin sowohl auf wie auch neben der Piste so viel wie noch nie. «Ich habe versucht, die Schraube noch einmal anzuziehen.» Obwohl Gisin nach dem Ausscheiden im Riesenslalom von Sölden auf einen misslungenen Saisonauftakt zurückblickt, sprüht sie vor den Nordamerika-Rennen vor Selbstvertrauen: «Ich bin perfekt vorbereitet und fühle mich topfit.»

Sendebezug: SRF zwei, sportpanorama, 09.11.14, 18:15 Uhr