Gut holt Super-G-Kristallkugel

Lara Gut hat zum 2. Mal nach 2014 den Disziplinen-Weltcup im Super-G für sich entschieden. Die Tessinerin machte mit einem 2. Platz in St. Moritz alles klar. Den Tagessieg sicherte sich Tina Weirather.

Das Podest

  • 1. Tina Weirather (Lie)
  • 2. Lara Gut (Sz), + 0,41
  • 3. Cornelia Hütter (Ö), + 0,59

Lara Gut, die in der Disziplinen-Wertung vor dem Rennen einen Rückstand von 19 Punkten auf die verletzte Lindsey Vonn aufgewiesen hatte, machte mit dem 2. Platz aus eigener Kraft alles klar. Der Druck war indes gross. Als Gut ins Rennen ging, lag mit Tina Weirather eine direkte Konkurrentin in Führung. Die Gesamtweltcupsiegerin liess sich dadurch aber in keinster Weise beirren.

«  Es war harte Arbeit. »

Lara Gut

«Der Super-G ist eigentlich die wichtigste Disziplin für mich», sagte Gut. Dieses Format sei am besten auf ihre Fähigkeiten zugeschnitten. Im Vergleich zu ihrer ersten Super-G-Kugel 2014 musste sie diesmal mehr für den Triumph kämpfen. «Damals dominierte ich mit 4 Siegen die Saison. Jetzt aber war harte Arbeit gefragt.»

Weirather konnte sich ihrerseits mit dem Tagessieg trösten. Im Disziplinen-Weltcup stiess die Liechtensteinerin noch auf den 2. Platz vor. «Ich wusste, dass ich die Kugel nur mit einem Sieg noch holen kann. Deshalb habe ich alles probiert und sehr viel riskiert. Ich bin glücklich, dass es immerhin mit dem Sieg geklappt hat», analysierte Weirather.

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Fabienne Suters Fauxpas

1:30 min, vom 17.3.2016

Die übrigen Schweizerinnen

  • 7. Corinne Suter, + 1,11
  • 10. Fabienne Suter, + 1,38

Corinne Suter zeigte eine starke Fahrt und egalisierte mit dem 7. Platz ihr bestes Super-G-Ergebnis. Fabienne Suter, die am Vortag in der Abfahrt 2. geworden war, wurde für ihr hohes Risiko nicht belohnt. Die Schwyzerin «verfuhr» sich nach einer Fahrzeit von rund 20 Sekunden und war in der Folge chancenlos.

Hohe Ausfallquote

Die Strecke in St. Moritz präsentierte sich äusserst anspruchsvoll. Zahlreiche Fahrerinnen wurden vor unlösbare Probleme gestellt. So erreichten von den ersten 8 gestarteten Athletinnen nur gerade 3 das Ziel. Wie schwierig das Rennen war zeigte auch der Fauxpas von Fabienne Suter. Insgesamt schieden 7 von 24 Fahrerinnen aus.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 17.03.16, 09:50 Uhr

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Die wilde Siegesfahrt von Weirather

1:32 min, vom 17.3.2016