Gut schlägt in St. Moritz wieder zu

Passend zum strahlenden Sonnenschein hat Lara Gut bei ihrem Heimrennen in St. Moritz alle anderen überstrahlt. In der letzten Abfahrt vor der WM überzeugte die Tessinerin mit dem Sieg und führte ein generell beflügeltes Swiss-Ski-Team an.

Mit ihrem Triumph mit 0,32 Sekunden Reserve machte Lara Gut im Engadin das Dutzend an Weltcup-Siegen voll. Und die 23-Jährige bescherte dem Schweizer Team das 1. Abfahrts-Podest in diesem Winter. Im Super-G hatte sie bereits den Erfolg vom Dezember in Lake Louise auf dem Konto.

Rechtzeitig vor der WM in Vail-Beaver Creek ist Gut nun also in voller Fahrt. «Die Freude ist riesig», sagte sie im Ziel. Sie verwies aber darauf, dass ihre Form schon vorher stark gewesen sei. In Val d'Isère etwa fehlten ihr als Vierte nur zwei Zehntel zum Sprung in die Top 3.

Bündnerland als guter Nährboden

Auf der Corviglia-Piste erfuhr die Karriere von Gut schon in der Vergangenheit Meilensteine. 2008 kletterte sie in St. Moritz als Abfahrts-Dritte zum ersten Mal auf das Weltcup-Podest. 10 Monate später feierte sie an der gleichen Stätte ihre Siegpremiere.

Weitere 2 Triumphe von ihren mittlerweile 12 kamen vor knapp einem Jahr auf der Lenzerheide zustande.

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Fahrt von Jnglin-Kamer

1:59 min, vom 24.1.2015

Starke Rückkehr von Jnglin-Kamer

Auch zwei Teamkolleginnen liessen sich vom Heimpublikum beflügeln. Fabienne Suter egalisierte als Fünfte mit 0,90 Sekunden ihr Saison-Bestergebnis.

Unmittelbar hinter ihr folgte mit einer weiteren Zehntelsekunde Differenz bereits Nadja Jnglin-Kamer. Die Schwyzerin ist seit kurzem von einer Verletzung zurück und startete erst zum 3. Mal in diesem Winter. Jnglin-Kamer zeigte eine grosse Unsicherheit bei einem Sprung, im unteren Streckenteil dann aber eine reife Leistung. Im Ziel sprach die Schwyzerin von «einem Schritt vorwärts». Weitere Athletinnen brachte die 9-köpfige Swiss-Ski-Equipe nicht in die Punkte.

Podestpremiere für Ungarn

Die weiteren Podestplätze in einem Rennen, das bei schönstem Wetter stattfand, aber von wechselhaftem Wind begleitet war, belegten Anna Fenninger (Ö) sowie Edit Miklos (Un).

Der 3. Rang von Miklos kommt einem Coup gleich. Die 26-Jährige hatte bislang erst eine einstellige Klassierung im Weltcup zu Buche stehen. Im März 2014 erreichte sie einen 5. Platz – schon damals jubelte sie in der Schweiz, in Crans-Montana. In der Olympia-Abfahrt von Sotschi hatte die Exotin im Skizirkus mit einem 7. Rang ihr Können aufblitzen lassen.

Lindsey Vonn kam nach einem grossen Schnitzer nicht über Rang 22 hinaus.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 24.01.15 10:00 Uhr

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Miklos im Interview

1:31 min, vom 24.1.2015

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Schnitzer von Vonn

0:28 min, vom 24.1.2015