Tina Weirather gewinnt die WM-Revanche

2 Jahre nach ihrer Siegpremiere hat Tina Weirather in Garmisch-Partenkirchen erneut zugeschlagen. Die Liechtensteinerin gewann die Abfahrt klar vor Anna Fenninger und Tina Maze. Als einzige WM-Medaillengewinnerin fehlte Lara Gut auf dem Podest, sie klassierte sich als 8.

Tina Weirather lieferte in Garmisch-Partenkirchen eine bestechende Leistung ab. Mit dem komfortablen Vorsprung von einer halben Sekunde und mehr fuhr die Liechtensteinerin in einer eigenen Liga und feierte ihren 4. Weltcup-Triumph.

Weirather und die Kandahar-Piste: Das ist eine Liebe, die nicht erst am Vortag mit der Trainings-Bestzeit entfacht worden war. So hatte die 25-Jährige vor exakt 2 Jahren in Garmisch ihren 1. Sieg im Weltcup gefeiert – im Super-G. Der sonnige Schauplatz in Bayern brachte nun die nächste Premiere: In einer Abfahrt stand Weirather zwar schon 9-mal auf dem Podest, allerdings noch nie auf der obersten Stufe.

Die sichtlich bewegte Siegerin sprach im Ziel von einem «unbeschreiblichen Gefühl». Weiter verwies sie darauf, dass im Vergleich zur Probefahrt eine Steigerung nötig gewesen sei. «Es war ganz etwas anderes. Die Piste war viel härter und ist dadurch schneller geworden.»

Mazes Vorsprung schmilzt

Der Coup entschädigte die Athletin aus dem «Ländle» auch für den nicht befriedigenden 11. WM-Rang in dieser Disziplin. Mit Anna Fenninger (+ 0,51 Sekunden) und Tina Maze (+ 0,91) etablierten sich zwei Medaillengewinnerinnen von Beaver Creek in den Top 3.

Die Österreicherin, WM-Zweite vor einem Monat, schob sich dabei vor die slowenische Weltmeisterin und holte in der Gesamtwertung 20 Punkte auf. Maze führt vor den abschliessenden 7 Rennen damit noch mit 24 Punkten Vorsprung.

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Gisin mit einem Lichtblick

Einzig die WM-Dritte Lara Gut fehlte bei der Revanche auf dem Podest. Die Tessinerin belegte mit bereits 1,51 Sekunden Rückstand den 8. Rang. Unmittelbar hinter ihr folgte mit weiteren 10 Hundertstel Differenz Dominique Gisin. Die Olympiasiegerin bestritt ihre erste Abfahrt seit der Verletzungspause, beging unterwegs zwei Fehler, kann aber auf dieser Leistung aufbauen.

Vom Swiss-Ski-Team klassierte sich nur noch Fabienne Suter (15.) in den Top 20. Punkte gab es zudem für Nadja Jnglin-Kamer (23.) und Priska Nufer (29.), nicht aber für Marianne Abderhalden (36.), die einen Tag nach ihrer Rücktrittsankündigung nicht auf Touren kam.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 07.03.15 10:40 Uhr

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TV-Hinweis

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Am Sonntag findet in Garmisch-Partenkirchen ein Super-G statt. Verfolgen Sie das Rennen ab 12:05 Uhr live auf SRF zwei und auf srf.ch/sport.