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Weltcup Frauen Und das Abfahrtsgen ist doch dominant

Slalom-Spezialistin Michelle Gisin knackt bei ihrer ersten Spezial-Abfahrt überhaupt die Top 10 und spricht von einer «Gruppenarbeit».

Legende: Video «Gisin: «Alle haben es mir eingeredet»» abspielen. Laufzeit 2:15 Minuten.
Vom 17.12.2016.

«Keine Ahnung», stammelt eine völlig verdatterte Michelle Gisin Minuten nach ihrem Sensationsauftritt in Val d'Isère ins Mikrophon. Der 7. Platz der 23-Jährigen bei ihrem Abfahrtsdebüt kommt überraschend – und auch nicht.

Diese Piste hat uns gern.
Autor: Michelle Gisin

Das Küken der erfolgreichen Ski-Familie Gisin hatte bislang eigene Wege eingeschlagen. Während ihre älteren Geschwister Dominique (31) und Marc (28) beide in den Speed-Disziplinen zu Hause waren respektive sind, konzentrierte sich die Jüngste auf die technischen Rennen.

Exploit ist «Gruppenarbeit» geschuldet

Gleichwohl hatte sie die Abfahrt stets im Hinterkopf und sich vorgenommen, deren Entwicklung abzuwarten. «Ich habe das Tempo im Blut», meinte Gisin kürzlich in der NZZ. Im Sommer fuhr sie in den Speed-Trainings dann plötzlich schneller als im Slalom. Ihr bis dahin scheinbar rezessives Abfahrtsgen meldete sich zu Wort.

Legende: Video «Die unglaubliche Debüt-Fahrt von Gisin» abspielen. Laufzeit 1:14 Minuten.
Vom 17.12.2016.

Nun hat sie bereits bei ihrem ersten Speed-Auftritt die Weltspitze aufgewirbelt. Bescheiden sieht Gisin den Exploit als Resultat einer Gruppenarbeit: «Mein Coach, der so viel mit mir gesprochen hat. Mein Mentaltrainer, meine Familie: Alle haben sie versucht mir einzureden, dass dies das letzte Tief ist, bevor ich richtig Anlauf hole. Und es ist unglaublich: Sie haben einfach alle immer recht!»

Der Startschuss zu mehr?

Nun stellt sich natürlich die Frage, wie es speed-mässig mit der eigentlichen Slalom-Spezialistin Gisin weiter geht. Einen ersten Schritt in die Fussstapfen ihrer Schwester hat sie bereits getan: Exakt vor 10 Jahren fuhr nämlich die spätere Olympiasiegerin Dominique zum ersten Mal bei einer Abfahrt in die Top 10.

Und der damalige Austragungsort? Genau, Val d'Isère. «Diese Piste hat uns wohl gern», meint Gisin schlicht.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 17.12.16, 10:30 Uhr

2 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    Ein grosses Bravo an Gisin & an Mani! Schade werden uns Fans auf SRF die hohen Startnummern jeweils nicht mehr gezeigt, sodass man dann solche schöne Geschichten im Ski-Alpin Rennsport nicht mehr sehen kann. Diese Sportart ist bei SRF immer noch ein Stiefkind.
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  • Kommentar von J. Oberlehrer (J.Oberlehrer)
    Gratulation Michelle Gisin!!! Ich schreibe nur: FSB Fröhlich, stämmig und bildhübsch, so sind unsere Inner-Schweizerinnen!!! Weiter so Schweizer Team. Freude herrscht, nicht nur bei unserem Alt-Bundesrat und Ex Skiverbands-Chef Adolf Ogi.
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