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Berthod: «Für mich geht das komplett in Ordnung»
Aus Sport-Clip vom 13.01.2020.
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Das Fazit aus Adelboden Ein Mental-Tier, die «Riesen»-Zukunft und der fehlende Kessel

Die 64. Adelbodner Weltcup-Rennen sind Geschichte. Aus Schweizer Sicht hätten die zwei Renntage unterschiedlicher nicht sein können.

Der Slalom-Sonntag hat Adelboden gerettet. Oder besser: Daniel Yule hat Adelboden gerettet und gleichzeitig erlöst: Nach 12 Jahren und dem Sieg im Riesenslalom von Marc Berthod stand mit dem Walliser endlich wieder ein Schweizer auf dem Podest – und dies erneut zuoberst.

Der heutige SRF-Experte Berthod freut sich für den 26-Jährigen: «Es ist natürlich ein unglaublich schönes Gefühl, so etwas beim Heimrennen zu schaffen.» Mental sei das eine unglaubliche Leistung von Yule gewesen. «Er wusste beim Start zum 2. Lauf als Letzter genau, dass alle auf ihn zählen. Unterwegs musste er dann noch etwas zaubern.»

Die Fans kamen in Scharen, weil sie wussten, dass etwas drin liegt.
Autor: Marc Berthodüber das Slalomrennen
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Zusammenfassung des von Yule gewonnenen Slaloms
Aus sportpanorama vom 12.01.2020.
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Dem «Riesen»-Team gehört (erst) die Zukunft

Yules historischer Triumph tröstete über die magere Ausbeute am Samstag hinweg: Bester Schweizer im Riesenslalom war Loïc Meillard mit Platz 17. «Am Ende war es etwas enttäuschend», meint auch Berthod. «Meillard konnte seine gute Ausgangslage aus dem 1. Lauf (Platz 3) nicht nutzen, Gino Caviezel brachte eine ebenfalls gute Leistung am Vormittag nicht ganz runter. Aber natürlich fehlte mit Marco Odermatt das Aushängeschild verletzt.»

Das Team sei noch jung, werde aber sicher irgendwann in der Zukunft in Adelboden performen.

Ganz anders sieht es bei den Slalom-Fahrern aus – diese liefern derzeit, was das Zeug hält. «Der Slalom boomt bereits in diesem Jahr», erklärt Berthod. «Die Fans kamen in Scharen, weil sie wussten, dass etwas drin liegt. Das wird jetzt natürlich so weitergehen, weil auch viele Junge nachdrücken und gute Leistungen zeigen. In Zukunft wird der Slalom in der Schweiz sehr attraktiv werden.»

Kein Kessel, dafür viel Schwung

Eine nächste Chance, sich zu zeigen, erhalten die Schweizer Slalomfahrer bereits am kommenden Wochenende in Wengen. Dort folgt wie jedes Jahr der zweite Teil der Ski-Festspiele im Berner Oberland.

Erneut werden die Schweizer vom Heimvorteil profitieren können – fehlen wird allerdings der einzigartige Zielraum von Adelboden. Alle Fahrer, aber vor allem diejenigen mit dem Kreuz auf der Brust, werden jeweils regelrecht nach vorne gepeitscht, wenn sie in den Zielhang einbiegen.

Solche Erfolge geben dem ganzen Team Aufschwung. Sie werden mit unglaublich viel Selbstvertrauen nach Wengen fahren.
Autor: Marc Berthodüber die 2. Oberländer Ski-Woche

«Adelboden ist stimmungstechnisch natürlich ein Highlight mit diesem Kessel im Zielraum», bestätigt Berthod. «Wengen ist da anders.»

Die Schweizer Chancen stehen gemäss Berthod trotzdem sehr gut: «Solche Erfolge geben dem ganzen Team Aufschwung. Sie werden mit unglaublich viel Selbstvertrauen nach Wengen fahren – und sie werden auch dort um die Podestplätze und den Sieg mitfahren.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 12.01.2020 10:20 / 13:25 Uhr

11 Kommentare

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  • Kommentar von Franz Giger  (fjg)
    Warum zum Teufel muss nun jeder Artikel in diese unsägliche Klimadiskussion münden? Wenn ich mich nicht irre geht es hier einzig um die Leistung unserer Slalom- und Riesenslalomfahrer.
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  • Kommentar von Hubert Glauser  (hubiswiss)
    Dafür schneite es im Januar in vollen Mengen. Über die Weihnachtszeit ist es oft mild, das war schon vor 40ig Jahren so‘. Dafür waren Januar und Februar kalt oft mals wurde es während Tageb nie über 0 Grad. Es gab Dauerfrost. Das alles ist heute nicht mehr der Fall wegen der Erderwärmung. Der Klimawandel ist Tatsache!
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    1. Antwort von Jerome Hutter  (Jery22)
      Was hat das mit dem Artikel zu tun?
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  • Kommentar von Ueli Roschi  (Veloueli)
    Vor einem Jahr lag um diese Zeit im Kanton Zürich auf 800 m 1 m Schnee. Vor 40 Jahren gab es 3 Winter lang um Weihnachten bis auf 2000 m keinen Schnee. Die Rennen wurden in der damaligen Zeit wegen Schneemangels immer auf die Tschentenalp verlegt. Wieso glauben sie den Medien diese Klimawandel Lüge ? Eigentlich müsste man diese Rot- Grüne Lügenpartei einklagen. Ich bin 60 Jahre alt und aus Frutigen. Wir hatten schon in den 70 er Jahren keinen Schnee. Die letzen Winter waren viel besser.
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    1. Antwort von Heinz E. Vogt  (enzo)
      Eine Partei wegen ihrer Meinung einklagen geht gar nicht - wir sind immer noch in der Schweiz, wo jede Partei innerhalb des gesetzlichen Rahmens propagieren kann, was ihr richtig scheint. Und was Klimawandel anbelangt: Ist der Gletscherschwund nicht genug Beweis? Wieso kann man glauben, dass die Natur alles erträgt, was wir ihr zumuten?
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    2. Antwort von Damian Frey  (damian.frey)
      Wenn Sie den Klimawandel objektiv beurteilen wollen, müssen Sie schon etwas globaler argumentieren und können nicht aus Frutigen oder auch der Schweiz auf die ganze Welt schliessen. Zudem ist dieser Kommentar hier deplaziert! Dass es schon immer Jahre mit (regional?) wenig Niederschlag gegeben hat ist trotzdem nicht von der Hand zu weisen...
      Herzliche Gratulation an Daniel Yule und Ramon Zenhäusern! Dieses Slalom Team macht einfach Freude :-)
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