Défago bei letzter Abfahrt auf Rang 2 – Jansrud siegt

Didier Défago hat beim Weltcup-Finale in Méribel noch einmal ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. In der letzten Abfahrt seiner Karriere fuhr der Routinier auf Rang 2. Der Tagessieg und die kleine Kristallkugel in der «Königsdisziplin» gingen an Kjetil Jansrud.

Ausgerechnet in seinem letzten Abfahrtsrennen gelang Didier Défago noch einmal eine nahezu perfekte Fahrt. Auf der «Roc de Fér»-Piste von Méribel «zauberte» der Walliser ein vorzügliche Linie in den Schnee und fuhr vor allem im oberen Streckenteil in einer eigenen Liga.

An der Bestzeit, die Défago mit Startnummer 1 aufstellte, bissen sich im topbesetzten Starterfeld zahlreiche Fahrer die Zähne aus. Georg Streitberger (Ö) kam dem 37-jährigen Routinier mit dem hauchdünnen Rückstand von 0,07 Sekunden bedrohlich nahe, konnte ihn aber nicht verdrängen.

Spätestens als Streitbergers Teamkollege Hannes Reichelt sich mit fast 6 Zehnteln Rückstand nur im 6. Rang klassierte, wurde der 6. Weltcup-Sieg Défagos immer realistischer – wäre da mit Kjetil Jansrud nicht noch der konstanteste Abfahrer der ganzen Saison oben im Starthaus gestanden.

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Kjetil Jansrud fährt zum Sieg

2:28 min, vom 18.3.2015

Jansrud: Tagessieg und kleine Kristallkugel

Und tatsächlich, der Norweger sollte den Schweizer noch abfangen. Mit einer fehlerfreien Fahrt nahm Jansrud Défago 0,24 Sekunden ab und sicherte sich so den Tagessieg sowie auch die kleine Kristallkugel in der «Königsdisziplin». Reichelt, vor dem Rennen in der Abfahrtswertung nur 20 Punkte hinter Jansrud liegend, musste seine Hoffnungen nach Schlussrang 10 begraben.

Mit Jansrud holt sich bereits zum dritten Mal in Folge ein Norweger den Gesamtsieg in der Abfahrt. Zuvor war zweimal Axel Svindal bester Abfahrer im Weltcup gewesen.

Küng und Feuz in Top 10

Zweitbester Schweizer in Méribel wurde Abfahrtsweltmeister Patrick Küng als 7. Der Glarner büsste 0,75 Sekunden auf Jansruds Bestmarke ein. Beat Feuz (9.) reichte es ebenfalls in die Top 10. Carlo Janka verlor als 16. schon deutlich mehr als eine Sekunde auf den Tagessieger.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 18.03.15 09:20 Uhr