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Weltcup Männer Der grosse Einsatz wurde am «Chuenisbärgli» doch noch belohnt

Mehr Wetterpech als an den letzten vier Tagen in Adelboden kann ein Ausrichter von Weltcuprennen kaum haben. Dennoch konnte immerhin am Sonntag der Slalom gefahren werden. «Ein versöhnlicher Abschluss», meint OK-Präsident Peter Willen.

Tolle Fans in Adelboden.
Legende: Grosse Kulisse trotz miesem Wetter Tolle Fans in Adelboden. Keystone

Ganz am Schluss wurde es am «Chuenisbärgli» doch noch ein Skifest. Was die Top-Cracks am Nachmittag auf der schwierigen Piste zeigten, begeisterte die knapp 10'000 Zuschauer an der Strecke. Auch aus Schweizer Sicht lief es rund. Ramon Zenhäusern brillierte als Siebter, Swiss-Ski brachte 3 Athleten in die Top 15.

Legende: Video «Slalom-Action am «Chuenisbärgli»» abspielen. Laufzeit 4:46 Minuten.
Aus sportpanorama vom 10.01.2016.

Petrus: Kein Adelboden-Fan

Dass der Slalom überhaupt ausgetragen werden konnte, war keine Selbstverständlichkeit. Es bedurfte einer weiteren Parforce-Leistung der Organisatoren und aller Helfer. Denn Petrus hatte am Sonntagmorgen noch einmal in Erinnerung gerufen, dass er 2016 definitiv kein Adelboden-Fan ist. Pünktlich um 7:45 Uhr liess er Nebelschwaden das Tal hinauf ziehen. Der später teils dichte Nebel verzog sich den ganzen Tag nie richtig.

Es war den Ausrichtern um OK-Präsident Peter Willen zu gönnen, dass nach dem Riesenslalom nicht auch noch der Slalom hatte abgesagt werden müssen. Es wäre ein Novum in der 60-jährigen Geschichte der «Internationalen Adelbodner Skitage» gewesen. Oder wie es Willen nennt, der «Super-GAU».

Es kamen mehr Besucher als erwartet.
Autor: Peter WillenOK-Präsident

So aber ist Adelboden noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Insgesamt wurden am Wochenende über 30'000 Besucher gezählt. Eine Zahl, die sogar Willen überrascht. «Am Samstag sind viele Fans nach Adelboden gekommen, obschon sie von der Rennabsage wussten. Auch am Sonntag kamen mehr Zuschauer als erwartet.»

Dennoch wird es ein saftiges Defizit absetzen. «Unsere Partner sind informiert. Sie haben uns auch grünes Licht gegeben», sagt Willen. Die Höhe der Einbussen lässt sich noch nicht abschätzen.

Eines der schwierigsten Jahre.
Autor: Peter WillenOK-Präsident

«Vor einer Woche grünes Licht für die Rennen zu geben, war hundertprozentig die richtige Entscheidung», versichert Willen. Zum einen habe man die Unterstützung vor Ort, zum anderen habe der Anlass eine grosse wirtschaftliche Bedeutung für die Region. Der OK-Chef gibt aber zu, dass es «eines der schwierigsten Jahre» seiner über 20-jährigen Amtszeit gewesen sei.

Legende: Video «Zenhäusern mit Exploit in Adelboden» abspielen. Laufzeit 2:20 Minuten.
Aus sportpanorama vom 10.01.2016.

Sendebezug: Laufende Berichterstattung Oberländer Ski-Tage

6 Kommentare

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  • Kommentar von Fabian Gysler, Seftigen
    Ist es wirklich so lobenswert? Im Schattenloch vor der Engstligten hat man während Wochen 3000 Kubikmeter Schnee produziert um den grünen Hang am Chuonisbärgli einigermassen Weltcup tauglich zu machen. Millionen Liter Wasser für einen Event der 2x 1.5h dauert pro Tag. Ganz ehrlich, ich bin Skifan, aber es ist doch lächerlich was man in der heutigen Zeit opfert um ein bisschen Spektakel zu haben. ... und dann wird das ganze noch abgesagt! Irgendwie richtig in meinen Augen.
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    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Für Skitouristen, Hobby-Skifahrer, Snöber, Langläufer usw. werden für gute Pisten seit vielen Jahren, wenn nötig, Schneekanonen eingesetzt. In Adelboden wurde er jetzt halt einfach für die Rennen an einem kühleren Ort zwischen gelagert, weil er direkt auf die Pisten gebracht sofort wieder geschmolzen wäre. Ehrlich verstehe ich diese künstliche Aufregung darum jetzt nicht.
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  • Kommentar von Alberto da Vinci, Pratteln
    Das Weltcup Rennen in Adelboden hat Werbung in vieler hinsicht gemacht. Zuerst für den Tourismus und dann hat es gezeigt was Schweizer Arbeit bedeutet Zuverlässigkeit und Qualität. Mit diesen Umständen einen Weltcup Slalom fair durch zu führen ist einfach Weltklasse. Einen grosses Dankeschön an Hans Pieren und seinen Helfer.
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  • Kommentar von Arnold, Unterschächen
    Die Schweiz hat für anderes auch Geld z.b. ? und und warum nicht auch da den da hatten immerhin wieder einige ein Par Tage Arbeit aber da wird wieder ein Geschrei angestimmt.
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