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Weltcup Männer Dopfer, Luitz und das Nervenflattern beim DSV

Fritz Dopfer verspielte am vergangenen Wochenende in Naeba zwei «Halbzeit-Führungen». Es war nicht das erste Mal und er ist auch nicht der einzige deutsche Skifahrer, der jeweils mit den Nerven kämpft.

«Ich bin traurig für ihn, es tut mir extrem leid», sagte der deutsche Cheftrainer Mathias Berthold über Fritz Dopfer. Bereits zum 4. Mal in seiner Karriere führte der Deutsche ein Rennen nach dem 1. Lauf an, zum 4. Mal verpasste er danach den Sieg.

Fritz Dopfer schaut enttäuscht
Legende: Fassungslos Einmal mehr reichte es Fritz Dopfer nicht zum Sieg. Keystone

In Naeba passierte Dopfer das Missgeschickt gleich zweimal, sowohl im Riesenslalom am Samstag als auch im Slalom am Sonntag fiel er als 7. bzw. 4. sogar noch aus den Podesträngen. «Der Wind war es nicht, auch keine äusseren Bedingungen. Es war einfach ich selber, der im zweiten Lauf nicht die Leistung gebracht hat», suchte der 28-Jährige keine Ausreden.

So wartet Dopfer noch immer auf seinen 1. Weltcup-Erfolg. Am nächsten kam er dem Sieg in Adelboden 2014, als er Platz 1 nur um 0,02 Sekunden verpasste.

Das «Sündenregister» von Stefan Luitz

Dopfer ist jedoch nicht der einzige DSV-Fahrer, der die deutschen Skifans regelmässig verzweifeln lässt. Auch Stefan Luitz sorgte regelmässig für Kopfschütteln bei seinen Trainern.

Legende: Video «Ausfall von Stefan Luitz an Olympia in Sotschi 2014» abspielen. Laufzeit 0:36 Minuten.
Aus Sotschi-Clip vom 19.02.2014.
  • Bei der WM 2013 in Schladming fuhr Luitz das letzte Tor um und wurde disqualifiziert.
  • Bei Olympia 2014 in Sotschi setzte Luitz noch einen drauf und fädelte im 1. Durchgang nach einer Riesenfahrt auf Platz 2 liegend ein.
  • In Beaver Creek 2015 war drauf und dran gewesen, als erst 3. deutscher Sieger eines Weltcup-Riesenslaloms in die Ski-Geschichte einzugehen, als er, das Ziel vor Augen, böse patzte.

Der muss mal ein bisschen erwachsen werden.
Autor: Wolfgang Maierüber Stefan Luitz

«Das ist kein Pech, wenn so etwas passiert, das war wieder so ein Leichtsinnsfehler von mir», gab sich Luitz danach selbstkritisch. Und im Gegensatz zu Dopfer wurde ihm von der Verbandsführung statt Mitleid eine Standpauke zuteil.

«Da hat der über eine Sekunde Vorsprung - und dann muss er wieder so einen Firlefanz machen», schimpfte DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier in Beaver Creek, «der muss mal ein bisschen erwachsen werden. Das geht mir auf den Sack!»

Neureuther holt die Kohlen aus dem Feuer

Immerhin: Auf Felix Neureuther bleibt Verlass. Im Slalom in Naeba holte er seinen 12. Weltcup-Sieg und stand bereits zum 40. Mal auf dem Podest.

Legende: Video «Neureuther macht in Naeba das Dutzend voll» abspielen. Laufzeit 3:18 Minuten.
Aus sportpanorama vom 14.02.2016.

Sendebezug: SRF zwei, «sportpanorama», 14.02.2016, 18:15 Uhr.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Eugen Hasler, Luzern
    Also das allergrösste Nervenflattern im Skizirkus haben definitiv die Schweizerinnen und Schweizer. Michelle Gisin und Charlotte Chable waren in dieser Saison schon ein paar mal gut klassiert nach dem 1. Lauf. Gisin schied anschliessend sogar zweimal aus. Auch Lara Gut bekommt das Zittern wenn Lindsey Vonn mal patzt und patzt dann ebenso. Und auch auf der Herrenseite sieht es mit Aerni & Co nicht viel besser aus. Ein guter Mentaltrainer wäre vielleicht nicht schlecht....
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    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Wäre auch nicht schlecht, wenn Hobby-Experten ihre beleidigenden Kommentare zukünftig einfach bleiben lassen würden.
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