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Weltcup Männer Ein Lichtblick und viel Schatten bei den Swiss-Ski-Männern

Ein Hoffnungsschimmer im Slalom und viele Sorgen in der Basisdisziplin Riesenslalom: SRF-Kommentator Matthias Hüppi zieht eine Bilanz über den Weltcup-Winter der Schweizer Männer.

Carlo Janka kam in dieser Saison nicht auf Touren.
Legende: Findet er den Weg aus dem Tief? Carlo Janka kam in dieser Saison nicht auf Touren. Keystone

War das ein attraktiver WM-Winter mit den Künstlern Marcel Hirscher, Ted Ligety oder Aksel Svindal! Sie und andere Athleten und Persönlichkeiten haben uns in Schladming, Adelboden oder am Lauberhorn faszinierenden Skisport geboten. Skirennsport auf allerhöchstem Niveau – nur leider ohne Schweizer Beteiligung.

Die Sache ist klipp und klar und durch nichts zu beschönigen. Das Männerteam hat den Anschluss verloren und spielt so weit weg vom Orchester wie nie in den letzten 30 (!) Jahren. Die enttäuschende Saison ist passé – der nächste Winter will vorbereitet sein.

hat den Männer-Weltcup als SRF-Kommentator begleitet.
Legende: Matthias Hüppi hat den Männer-Weltcup als SRF-Kommentator begleitet. SRF

Geduld ist gefragt

Ganz krass ist die Situation in der Basisdisziplin Riesenslalom. Genau dort muss der Hebel angesetzt werden. Talente mit Potenzial wie Thomas Tumler, Gino Caviezel oder Manuel Pleisch brauchen ein perfektes Umfeld, professionelle Betreuung auf und neben der Rennpiste und Geduld.

Kurz: Sie sind auf starke Trainer und Führungspersonen angewiesen, auf Leader eben. Genauso wie Carlo Janka, der Olympiasieger, Weltmeister und Gesamtweltcupsieger. Auch er wird nicht aus eigener Kraft aus dem fast schon mysteriösen Tief herausfinden.

Keine Befreiung aus Abwärtsdynamik

Die Abfahrts- und Super-G-Resultate lagen ebenfalls weit unter den Erwartungen, selbst wenn man den Rücktritt von Didier Cuche und die Absenz von Beat Feuz in die Schlussrechnung einbezieht. Weder den routinierten Fahrern noch den verantwortlichen Trainern gelang es, das Team aus der Abwärtsdynamik zu befreien. Interne und externe Kommunikationsschwächen trugen ihren Teil zum trüben Gesamtbild bei.

Lichtblick im Slalom

Einen Hoffnungsschimmer gab es in der Disziplin Slalom. Aber auch dort ist der Sprung von erfolgreichen Juniorenweltmeisterschaften bis zu Top-10-Plätzen im Weltcup riesig.

Das Schweizer Männerteam muss Selbstvertrauen, Überzeugung und Angriffslust zurückgewinnen. Dazu braucht es starke Athleten und Führungskräfte. So negativ es tönen mag: Viel schlechter kann es nicht mehr werden – also nur noch besser...

Legende: Video Interview mit Urs Lehmann abspielen. Laufzeit 5:52 Minuten.
Vom 17.03.2013.

20 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Wenn es auch am Material liegen sollte, wäre es doch einfach, mit den Stöckli-Leuten neu zu verhandeln. Tina Maze hat deutlich genug beweisen, dass diese Skis halt doch sehr gut sein müssen. Oder muss wohl jemand einen anderen aus einem Vertrag freikaufen, wie das in anderen Sportarten und vor allem beim Fussball üblich ist? Warum nicht einen Versuch wagen? Falls die Blockade auch in den Köpfen liegen sollte, würden die Stöckli-Skis im wahrsten Sinn des Wortes Flügel verleihen.
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    1. Antwort von If, Z
      Leider will aber Stöckli-Ski nicht, nicht mehr! Woran, resp. an wem lag's? Jetzt gemäss U.L noch zu früh für......, war's anfangs Saison schon zu spät betr. Material inkl. richtiger Einstellung zu suchen! Und deshalb sind sie hinterher gefahren! Auch das Ausscheiden von Rufener war nicht förderlich!
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  • Kommentar von SD, Oeschgen
    Zuerst müsste man Herr Lehmann entlassen und ein kompetentes Erfolgorientiertes Team Alpin zusammenstellen, inklusive Berater einzelner Athleten auch bezüglich Skimaterial. Das Skifirmen wie zum Beispiel Atomic beinahe nur auf Österreicher Spitzenathleten wie Hirscher oder Raich abgestimmt sind ist nicht optimal.(Janka)! Doch das ist nur einer von vielen Punkten. Es muss gehandelt werden, egal wie.
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  • Kommentar von Anna-Maria, Pontresina
    Hüppi schreibt viel zu brav über die vergangene Skisaison. Das grösste Problem: Lehmann, erwähnt er mit keinem Wort, auch nicht, dass Berthod und Zurbriggen total versagt haben, und eigentlich ins C-Kader gehören. Zurbriggen beim Europacup Rennen in Sotschi: Rang 20! Einfach erbärmlich.
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    1. Antwort von realo, lyss
      Berthod dürfte auch einfach aufhören. Zurbriggen ins C-Kader, sehe ich auch so. Die Nati kann man aufheben, keiner erfüllt die Kriterien. Janka wird immer wieder als Hoffnung bezeichnet. Er hat in dieser Saison nur in der Kombi Top Ten Plätze erreicht. Daneben ausgeschieden, 51, 40, 11, 18, 24, ausgeschieden, 35, 47, ausgeschieden, ausgeschieden, ausgeschieden, ausgeschieden, 38, 21, 25, 19, ausgeschieden. e rhat Glück Schweizer zu sein, sonst würde er aus dem Kader rausfallen.
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    2. Antwort von If, Z
      Zuerst hat man die Athleten kritisiert, dann war's O.I., dann U.L, abwechslungsweise immer wieder die Athleten inkl. U.L., dann die Lenzerheide und jetzt ist's halt noch der H. und immer noch die Athleten & U.L! Hauptverantwortlicher für's Desaster ist und bleibt für mich U.L.! Erinnert mich an einen PW ohne ABS! Blockiert ein "Rad", blockieren alle anderen "Räder". eben auch! :-)
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    3. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Nur keine voreiligen Spekulationen, Leute! Die Karten werden nach dem Ende der Schweizermeisterschaften sowieso wie jedes Jahr neu gemischt. Das einzige Sichere ist der Aufstieg von "Wendy national" zur Nationalmannschaft, während bei den Männern mehrere mit Sicherheit absteigen müssen und ein paar wenige aufsteigen dürfen. Wir werden ja bald sehen, wen es trifft.
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