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Weltcup Männer Hätte man die Wengen-Abfahrt auf den Sonntag legen können?

Einige Fans und Experten kritisieren die Absage der Lauberhorn-Abfahrt und fragen sich, wieso der Klassiker nicht auf den Sonntag verschoben wurde. OK-Präsident Urs Näpflin bezieht Stellung.

Maria Höfl-Riesch.
Legende: Übte Kritik an den Organisatoren in Wengen Maria Höfl-Riesch. Imago

Die Enttäuschung der Fans über die erste Absage der Lauberhorn-Abfahrt seit 13 Jahren war gross. Da die Wetterlage am Sonntag besser war, hinterfragten viele die Entscheidung des Organisationskomitees. ARD-Expertin Maria Höfl-Riesch etwa behauptete, dass es möglich gewesen wäre, den Slalom am Samstag und die Abfahrt am Sonntag durchzuführen.

Legende: Video Näpflin kontert die Kritik von Höfl-Riesch abspielen. Laufzeit 02:40 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 15.01.2017.

Letztmöglicher Termin am Donnerstag

Doch die Entscheidung war für das Lauberhorn-OK alles andere als einfach. OK-Präsident Urs Näpflin hat für die Enttäuschung der Fans Verständnis. Doch er stellte auch klar, dass sich Aussenstehende eine solche Verschiebung zu einfach vorstellen. Bereits am Donnerstag musste entschieden werden, dass die Tage für Abfahrt und Slalom nicht getauscht werden.

Die Slalomfahrer müssen sich vorbereiten können.
Autor: Urs Näpflin

Weshalb wurde dies so entschieden, Urs Näpflin? «Am Donnerstag war die Wetterprognose für Samstag und Sonntag ähnlich. Das hat sich jetzt verschoben.» Aber man habe mit der Entscheidung nicht bis am Freitag warten können, «das wäre nicht fair für die Slalomfahrer. Die müssen sich vorbereiten können, müssen anreisen.»

Die Situation ist komplex: So spielen neben den Fahrern etwa auch die Logistik und die Gästesituation eine Rolle. Näpflin sagt deshalb: «Es gibt nichts, das man bedauern müsste.»

Gleichzeitig nahm der OK-Präsident die Meteorologen in Schutz: «Das sind keine Hellseher.» Es sei schlicht nicht möglich, eine hundertprozentig genaue Prognose abzugeben. Am Ende entscheide immer die Natur.

Die Meteorologen sind keine Hellseher.
Autor: Urs Näpflin

Mit dem Tadel der Experten kann Näpflin wenig anfangen. «Diese Kritik ist für mich nicht relevant. Denn die Leute, die das sagen, haben keine Ahnung, was hinter einem solchen Anlass steckt und was es in der Organisation braucht.» Das seien lediglich emotionale Äusserungen. «Und die ärgern mich auch nicht», so Näpflin gelassen.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 15.1.2017, 10:00 Uhr

27 Kommentare

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  • Kommentar von Joel Busch (Joel)
    Das ist ein wenig ironisch, nachdem der letzte Absatz des Artikels besagt, dass die ganzen Aussenseiter keine Ahnung der Situation haben und nur emotional reagieren, geht SRF hin und fragt die Leser nach ihrer Meinung. Was nützt das denn? Damit man sich anschauen kann, ob die eigene uninformierte Meinung mit der uninformierten Meinung der anderen Aussenstehenden übereinstimmt?
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  • Kommentar von Karl Suter (glaubenstreu)
    Karl Müller (KaMü), Düdingen: "Ich meine, dem OK faule Ausreden vorzuwerfen ist eine Frechheit ohne Beispiel." Herr Müller: "Eine Frechheit ohne Beispiel, ist ihr Kommentar gegenüber anderen Meinungen." Nicht das OK hat das "Sagen" bei den Entscheiden, sondern die übergeordneten "Organe", denen sie gehorchen müssen. Ist das noch ehrlicher Skirennsport? Wenn ein OK nicht mehr kurzfristig anhand des aktuellen Wetters, Rennen verschieben darf, müssen ja die Zuschauer mit Ausreden getröstet werden!
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Jawohl, hätte man nicht nur "können", sondern "müssen"! Die Lauberhorn-Abfahrt ist im jeweiligen Ski-Rennkalender, neben Kitzbühl (Streif), die wichtigste, am meisten Zuschauer und TV-Konsumenten weltweit anlockende Herren-Abfahrt! Eine solche Absage im F-1-Rennkalender, im prestigeträchtigen Monaco, wäre unmöglich! Hoffentlich wird diese Entscheidung noch lange Gesprächsstoff geben und schliesslich Konsequenzen haben!
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