Hirscher erobert «Chuenisbärgli» zurück

Marcel Hirscher hat den Weltcup-Slalom in Adelboden auf eindrückliche Art und Weise gewonnen. Der Österreicher startete im 2. Lauf eine fulminante Aufholjagd und verwies Mario Matt und Halbzeit-Leader Manfred Mölgg auf die Plätze. Bester Swiss-Ski-Fahrer war Ramon Zenhäusern auf Rang 22.

Es schien, als ob Marcel Hirscher mit einer gewissen Wut im Bauch in den finalen Durchgang am «Chuenisbärgli» starten würde. Mit Zwischenrang 8 war der Vorjahressieger, der im Riesenslalom am Vortag den Sieg mit einem Fehler vergeben hatte, sichtlich unzufrieden. Im Gegensatz zum 1. Lauf zeigte der Österreicher eine perfekte Fahrt und pulverisierte die bisherige Bestzeit. «Das war wie 'All in' beim Poker», freute sich Hirscher.

An Hirschers Marke bissen sich die Konkurrenten allesamt die Zähne aus. Mario Matt, nach dem 1. Lauf auf Rang 2, machte den österreichischen Doppelsieg perfekt. Halbzeit-Leader Manfred Mölgg (It) musste sich mit Rang 3 begnügen.

Erste Weltcup-Punkte für Zenhäusern

Zum 1. Mal in seiner Karriere hat Ramon Zenhäusern im Weltcup gepunktet. Im 5. Anlauf schaffte der 20-jährige Walliser als 28. erstmals den Sprung in den 2. Lauf. Dort reichte es zu Schlussrang 22 - damit war er bester Swiss-Ski-Fahrer. «Ich war sehr nervös und bin daher zufrieden, dass ich im Ziel bin», gestand Zenhäusern. Die Chance auf erste Punkte vergeben hat dagegen Luca Aerni, der nach einem Fehler im Steilhang ausschied.

Gini und Vogel zurückgespült

Die ansprechende Leistung des 1. Laufs ebenfalls nicht bestätigen konnten Marc Gini und Markus Vogel. Gini verhinderte einen Ausfall im oberen Streckenteil knapp und wurde um 13 Ränge auf den 27. Rang zurückgespült. Ebenfalls einen leichten Rückschlag musste Vogel einstecken. Der Beckenrieder, bei Halbzeit unmittelbar vor Gini klassiert, zeigte eine fehlerhafte Fahrt und wurde 24.