Hirscher in eigener Liga – Schweizer überzeugen

Marcel Hirscher hat zum Alpin-Auftakt den Riesenslalom von Sölden souverän vor Fritz Dopfer und Alexis Pinturault gewonnen. Die Schweizer fuhren im 2. Durchgang stark. Ein Steigerungslauf trug Carlo Janka den 11. Rang ein, und Manuel Pleisch stellte sogar Laufbestzeit auf.

Im ersten Rennen der Saison sandte Hirscher ein deutliches Signal an die Konkurrenz aus. Zudem schenkte der Österreicher den Fans bei vorzüglichen Bedingungen auf dem Rettenbach-Gletscher den ersten Sieg eines Einheimischen seit Hermann Mayer und 2005.

Aus 19 Hundertstelsekunden Reserve nach dem 1. Lauf machte Halbzeit-Leader Hirscher einen beachtlichen Vorsprung von 1,58 Sekunden. Fritz Dopfer (De) und Alexis Pinturault (Fr) belegten die weiteren Podestplätze.

Ligetys Serie ist gerissen

Zum grossen Verlierer des 2. Laufs wurde Ted Ligety. Er startete als Zweiter des Morgens in Lauerstellung, leistete sich im Flachstück aber einen groben Fehler und fiel mit über 3 Sekunden Rückstand auf den 10. Schlussrang zurück.

Damit riss eine bemerkenswerte Serie Ligetys. Der Amerikaner gewann die letzten 4 Riesenslaloms – inklusive dem Olympiarennen. Und Ligety war in Sölden seit 2011 ungeschlagen. Sein letzter Bezwinger vor Hirscher war Didier Cuche 2009, im folgenden Jahr konnte der Prolog wegen dichtem Nebel nicht stattfinden.

Schweizer drehten im 2. Lauf auf

Das Schweizer Team brachte 3 der 6 angetretenen Fahrer in den 2. Durchgang. Erfreulicherweise zeigten Carlo Janka, Justin Murisier und Manuel Pleisch nach erreichter Qualifikation nochmals eine Reaktion. Mit den Rängen 11, 12 und 16 fiel die Mannschafts-Leistung geschlossen und solid aus. Im Vorwinter bedeutete Platz 14 von Didier Défago das Bestresultat.

Carlo Janka

Bildlegende: Eine Leistung, auf der sich aufbauen lässt Carlo Janka beim Auftakt in Sölden. Keystone

Janka verbesserte sich im 2. Lauf um 9 Plätze. Besser war er im gesamten letzten Winter in dieser Disziplin nur ein einziges Mal klassiert (6. in Beaver Creek). Eine Zehntelsekunde dahinter folgte Murisier als 12.

Für einen weiteren Lichtblick sorgte Manuel Pleisch. Der 24-Jährige musste sich in der Sommerpause von einem Kreuzbandriss zurückkämpfen. Nach einem bereits ordentlichen Auftakt am Morgen katapultierte er sich mit Laufbestzeit (!) um 12 Ränge nach vorn und realisierte sein bestes Karriereergebnis im Weltcup.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 26.10.14 12:35 Uhr