Janka deklassiert Konkurrenz in Jeongseon

Carlo Janka gewinnt im südkoreanischen Jeongseon erstmals einen Super-G. Der Obersaxer setzte sich dank einem Traumlauf 0,82 Sekunden vor Christof Innerhofer (It) durch.

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Jankas Premierensieg in Jeongseon

3:18 min, aus sportpanorama vom 7.2.2016

Das Podest

  • 1. Carlo Janka (Sz) 1:26,16
  • 2. Christof Innerhofer (It) +0,82
  • 3. Vincent Kriechmayr (Ö) +1,06

Spätestens nach dem Out von Topfavorit Kjetil Jansrud (No), der tags zuvor die Abfahrt gewonnen hatte, zeichnete sich der Sieg Jankas ab. Der Obersaxer ging auf der Olympia-Strecke von 2018 volles Risiko und wurde dafür belohnt. An seine beherzte Fahrt kam kein anderer Athlet auch nur annähernd heran.

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Jankas Siegesfahrt

1:39 min, vom 7.2.2016

So feierte der 29-Jährige seinen 11. Weltcup-Sieg, den 1. im Super-G. Janka beendete eine über zweijährige Durststrecke. Letztmals hatte mit Didier Défago 2014 in Kitzbühel ein Schweizer in dieser Disziplin zuoberst auf dem Podest gestanden.

Am nächsten kam Janka der Südtiroler Christof Innerhofer. Der Italiener hatte sich nach dem 1. Training lauthals über die Strecke beschwert. Mit dem Podestplatz versöhnte er sich mit dem Berg in Jeongseon. Kriechmayr als Dritter verlor bereits über eine Sekunde auf Janka.

Die weiteren Schweizer

  • 14. Ralph Weber +1,79
  • 19. Thomas Tumler +1,93
  • 20. Beat Feuz +1,95
  • 25. Marc Gisin +2,44
  • 41. Nils Mani +5,07

Feuz, der am Samstag in der Abfahrt als 5. bester Schweizer gewesen war, hatte die undankbare Aufgabe, das Rennen mit der Startnummer 1 zu eröffnen. Optisch waren kaum Fehler auszumachen, doch es stellte sich heraus, dass Feuz mehrfach von der Ideallinie abgekommen war. Am Ende wurde er 20. Unmittelbar davor klassierte sich Tumler.

Weber hingegen bestätigte mit Platz 14 seinen Exploit aus der Abfahrt (Rang 13). Dem St. Galler scheint der Olympia-Hang zu liegen. Mit Gisin schaffte es noch ein 5. Schweizer in die Weltcup-Punkte.

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Jansrud wird von einer Bodenwelle ausgehebelt

0:43 min, vom 7.2.2016

Die Strecke

Was hatte sich Pisten-Konzipierer Bernhard Russi nach der Abfahrt alles anhören müssen. Zu langsam, zu einfach, zu langweilig sei die Piste, einer Olympia-Abfahrt nicht würdig.

Ganz anders präsentierte sich der Charakter des Hanges im Super-G. Gleich reihenweise scheiterten die Fahrer an der anspruchsvollen Kurssetzung. Nebst Jansrud, der von einer Bodenwelle ausgehebelt worden war, erwischte es unter anderem auch die Franzosen Johan Clarey und Guillermo Fayed, Andrew Weibrecht (USA) und Dominik Paris (It), der tags zuvor noch aufs Podest gefahren war.

Das weitere Programm

Der Ski-Tross der Männer bleibt noch eine weitere Woche in Asien. Am nächsten Wochenende finden in Yuzawa Naeba ein Riesenslalom und ein Slalom statt. Der japanische Skiort beherbergte letztmals 1975 ein Weltcup-Rennen.

Zurück nach Europa geht es dann eine Woche später. In Chamonix ist am Wochenende vom 19. bis 21. Februar eine Superkombination und eine Abfahrt geplant.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 07.02.2016, 03:55 Uhr.