Janka: «Wieder einmal am Boden»

Nach einer Wettkampfpause und einigen positiven Trainingsergebnissen war Carlo Janka zuversichtlich nach Adelboden gereist. Nur um nach wenigen gefahrenen Toren zurück auf dem harten Boden der Realität zu landen. Der Olympiasieger gibt sich in seiner Analyse schonungslos.

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Carlo Janka im Interview

1:12 min, vom 12.1.2013

Die Wettkampfpause, die Rückkehr zur alten Ski-Bindung, die Sonderschichten im Training - diese Massnahmen sollten Carlo Janka in den vergangenen Wochen die verlorene Sicherheit zurückgeben.

Doch der Optimismus des Schweizers vor dem «Comeback» beim Riesenslalom in Adelboden war unbegründet. Bereits nach wenigen Toren schied er mit einem Innenskifehler aus.

Jankas schonungslose Analyse

Das Missgeschick passierte an einer Stelle, wo sonst keiner der Fahrerkollegen Mühe bekundete. Jankas Fahrt war bis dahin kontrolliert und keineswegs risikobehaftet. Auch deshalb sass der Frust beim 26-Jährigen tief: «An so einem Tor, wo einem der Hang eigentlich noch hilft, auf dem Innenski auszurutschen... Das sind Dinge die dürfen nicht passieren». Janka ging mit sich selber hart ins Gericht.

Carlo Janka ist nach seinem frühen Out in Adelboden ratlos.

Bildlegende: Neuerlicher Rückschlag Carlo Janka ist nach seinem frühen Out in Adelboden ratlos. Keystone

Wengen als Hoffnungsschimmer

Dazu passte auch, dass er gar keine Anstrengungen unternahm, irgendetwas Positives herauszuheben. Er sei «wieder einmal am Boden». Eine weitere Pause wie nach dem Riesenslalom-Debakel in Alta Badia steht aber nicht zur Diskussion.

Mit Wengen steht eines der Saisonhighlights vor der Türe. Letztes Jahr überzeugte er dort in der Abfahrt trotz Rückenproblemen mit Rang 4. Und in den Speed-Disziplinen, macht sich Janka Mut, laufe es ihm ja ohnehin besser als in den technischen Bewerben.