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Weltcup Männer Jansrud findet zum Siegen zurück

Nach einer einmonatigen Zwischenbaisse hat sich Kjetil Jansrud kurz vor der WM wieder ganz an die Spitze gekämpft. Der Norweger gewann die stark verkürzte Abfahrt auf der «Streif» von nicht einmal einer Minute Laufzeit. Die Schweizer brachten nur Patrick Küng in die Top 10.

Nach einer langen Geduldsprobe in Kitzbühel ist der Hundertstel-Krimi zu Gunsten von Jansrud aufgegangen. 0,02 Sekunden rettete der Norweger vor Dominik Paris ins Ziel.

Der Südtiroler verpasste damit ein doppeltes Double haarscharf. Paris hätte nach 2013 erneut triumphieren können, zudem errang er am Vortag schon den Sieg im Super-G.

Jansruds kurze Durststrecke

Stattdessen gehört der Platz im gleissenden Rampenlicht wieder Jansrud. Der 29-Jährige hatte zum Start des WM-Winters die grossen Schlagzeilen geschrieben. In Übersee gewann er 3 Rennen, später durfte er sich am 20. Dezember 2014 noch in Gröden feiern lassen.

Seither tat er sich schwer, hat sich nun aber auf der «Streif» eindrücklich zurückgemeldet. Der Super-G-Olympiasieger von Sotschi ist bei 8 Karriereerfolgen angelangt.

Legende: Video Patrick Küng im Interview abspielen. Laufzeit 02:04 Minuten.
Aus sportlive vom 24.01.2015.

Küngs verhaltene Fahrt

Rang 3 belegte mit 21 Hundertstel Rückstand Guillermo Fayed. Der Franzose besticht diese Saison durch Konstanz. Er kletterte schon zum 2. Mal auf das Podest (nach Lake Louise) und klassierte sich bei 5 von 6 Abfahrten in den Top 10.

Die Schweizer mussten im Vergleich zu Wengen wieder einen Rückschlag hinnehmen. Als Siebter konnte nur Patrick Küng überzeugen. Er teilte sich diese Klassierung mit Romed Baumann (Ö) und Werner Heel (It). Der leicht enttäuschte Glarner erklärte, dass er am Start nicht wie gewünscht weggekommen und insgesamt zu sehr auf Sicherheit gefahren sei.

Beat Feuz, der Zweite von Wengen, folgte an Position 15. Carlo Janka (22.) liess schon unmittelbar nach dem Start wertvolle Zeit liegen. Unterwegs schlichen sich weitere Fehler ein, die sich zu einem Rückstand von 0,86 Sekunden summierten.

Didier Défago, Sieger von 2009, rutschte bei seiner Kitzbühel-Abschiedsvorstellung früh bei einer Kurve der Ski weg, so dass er als 34. nicht einmal zu Weltcup-Punkten kam.

Not-Programm kam zum Zug

Ausgerechnet bei der 75. Jubiläumsausgabe der Hahnenkamm-Abfahrt hatten die Organisatoren mit widrigen Bedingungen zu kämpfen. Unzureichende Sichtverhältnisse zogen eine zweistündige Verspätung nach sich. Schliesslich konnte vor über 30'000 Zuschauern nur eine Kurzversion des Rennens ausgetragen werden. Der Start hatte nach unten an den Seidlalmsprung verlegt werden müssen.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 24.01.15 10:00 Uhr

12 Kommentare

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  • Kommentar von Jochen Bitschnau, Vandans
    Hätte man kein Rennen gemacht hätten wieder viele behauptet, man verschaffe bloß Hirscher im Gesamtweltcup einen Vorteil. Ein Lob gebührt Bernhard Russi. Ich als Österreicher kann das arrogante Geschwafel von unseren Moderatoren kaum ertragen, Russi ist sehr analytisch und professionell, drum ziehe ich den SRF dem ORF vor.
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  • Kommentar von jean passant, thun
    Mit Jansrud habe ich heute nicht gerechnet aber mit der diskreten Leistung der Schweizer schon. Wengen war ein reiner Ausreisser, heute hat man die Realität wieder erlebt. Küng und Feuz halten mit der 2. Garde mit. Défago ist auf Abschiedstournée, der Nachwuchs ist inexistent. Janka plusterte sich in Wengen noch auf, heute hat er seine übliche "Kleinsparerfahrt" absolviert. Auch, wenn das nicht die echte Abfahrt war, die wirklichen Topleute waren vorne, die Schweizer gehören nicht dazu.
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    1. Antwort von W. E, Kt. Zürich
      Fakt ist, dass die gestrigen Sieger der Abfahrt bei der längsten Abfahrt der Welt alle hinter Feuz, Janka & Küng lagen. Bei dieser Farce von gestern weniger gut abzuschneiden ist also kein Unglück. Hauptsache sie können sich unverletzt jetzt voll auf die WM konzentrieren. Die Abfahrtstrecke dort liegt unseren Fahrern besser. Und die Vergangenheit hat schon oft gezeigt, dass gesetzte Favoriten dann ihre Leistungen nicht abrufen konnten. Die Ausgangslage für die Schweizer ist also sehr gut.
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  • Kommentar von hug, wilen
    gestern ein witz und heute ein weiterer witz. das ist doch ein richtig lustiges wochenende. mal gucken was sie sich für morgen einfallen lassen. :) aber etwas verstimmt bin ich, die ösis zeigten von unseren fahrern am wenigsten, dafür sollten wir uns im nächsten jahr revangieren.
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