Kristoffersen macht in Wengen das Norwegen-Triple perfekt

Das Lauberhorn-Wochenende hat nicht von strahlendem Sonnenschein gelebt – dafür von alles überstrahlenden Norwegern. Im Slalom setzte Henrik Kristoffersen den Siegeszug fort. Die Schweizer brachten nur Marc Gini ins Ziel.

Die Norweger haben im Berner Oberland für den durchschlagenden Erfolg gesorgt. Inklusive Adelboden kam kein Fahrer aus einer anderen Nation an den aktuellen Überfliegern vorbei.

Henrik Kristoffersen komplettierte mit seinem 2. Slalom-Triumph innert 7 Tagen den skandinavischen Coup. Somit haben der Reihe nach Kjetil Jansrud (Super-Kombi), Aksel Svindal (Abfahrt) sowie Kristoffersen in Wengen restlos alles abgeräumt – und der Konkurrenz lediglich die Brosamen überlassen. Im 19. Saisonrennen machten die Norweger das Dutzend an Siegen bereits voll.

«  Aber die Form ist ganz okay, und es macht einfach unglaublich Spass. »

Henrik Kristoffersen

Gleichwohl machte Kristoffersen nach der erneuten Machtdemonstration auf Understatement: «Ich bin sicher nicht unschlagbar. Aber die Form ist ganz okay, und es macht einfach unglaublich Spass.»

Das Podest

  • 1. Henrik Kristoffersen (No) 1:37,85
  • 2. Giuliano Razzoli (It) + 0,30
  • 3. Stefano Gross (It) + 0,68
Giuliano Razzoli, Henrik Kristoffersen und Stefano Gross jubeln Arm in Arm.

Bildlegende: Gemeinsamer Jubel Nebst Kristoffersen schafften es Giuliano Razzoli (links) und Stefano Gross auf das Podest. Keystone

Für den 21-jährigen Shootingstar Kristoffersen war es bereits der 4. Saisonsieg im 5. Rennen. Nachdem er die Saisonpremiere in Val d'Isère dominiert hatte, nahm er nun den Schwung aus Adelboden mit. Die 16 Hundertstel Reserve baute er dank einem Schlussfurioso auf dem flachen Hang sogar in einen Vorsprung von 0,30 Sekunden aus.

Hinter Kristoffersen folgte ein italienisches Duo. Giuliano Razzoli feierte mit seinem 10. Podestplatz ein kleines Jubiläum.

Die Schweizer

  • 24. Marc Gini + 2,33
  • Out im 2. Lauf: Luca Aerni und Daniel Yule

Die zuletzt soliden Schweizer Slalomfahrer mussten ausgerechnet vor der Heimkulisse einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen. Als Einziger taucht darum Marc Gini im Schlussklassement an Position 24 auf.

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Der Bündner qualifizierte sich zum ersten Mal in diesem Winter für einen 2. Lauf – und buchte erstmals seit März 2013 wieder Punkte. Zwar kalkulierte der 31-Jährige bei der Reprise den Sicherheitsgedanken mit ein, gleichwohl konnte er nach Platz 28 zur Halbzeit noch etwas Terrain gutmachen.

Er profitierte dabei von mehreren Ausfällen – darunter die beiden Schweizer Daniel Yule (15. im 1. Lauf) und Luca Aerni (7.).

Das weitere Programm

Traditionsgemäss steht nach Wengen Kitzbühel auf dem Programm. Im Nordtirol gibt es 4 Entscheidungen innert 3 Tagen. Nach dem Auftakt am Freitag mit dem Double Super-Kombi und Super-G folgt die Abfahrt auf der Streif sowie zum Abschluss am Sonntag der Slalom.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 17.01.2016 10:25 / 13:20 Uhr

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