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Weltcup Männer Kristoffersen setzt noch einen drauf – Schweizer geschlagen

Das Berner Oberland ist für Henrik Kristoffersen wie eine Wohlfühloase – anders ist sein erneuter Sieg beim Slalom in Wengen nicht zu erklären. Für die Schweizer dagegen bleibt das Heimterrain steinig.

Legende: Video Zusammenfassung Slalom Wengen abspielen. Laufzeit 4:05 Minuten.
Vom 15.01.2017.

Der Mister Berner Oberland

Seit Januar 2016 musste sich Henrik Kristoffersen im Berner Oberland nicht mehr bezwingen lassen. Der 22-Jährige raste zum 4. Sieg in Serie und machte damit erneut das Double Adelboden/Wengen klar.

Legende: Video Kristoffersen: «Im Mittelteil nicht alles riskiert» abspielen. Laufzeit 1:13 Minuten.
Vom 15.01.2017.

Insgesamt bedeutete der Erfolg in Wengen bereits den 14. Weltcup-Sieg (und den 4. in dieser Saison) für den Stangenkünstler aus dem Hohen Norden. Der Halbzeit-Leader rettete in Durchgang 2 in einem spannenden Finish 15 Hundertstel ins Ziel.

Das weitere Podest

  • 2. Marcel Hirscher (Ö) + 0,15
  • 3. Felix Neureuther (De) + 0,63

Die Aufholjagd

Hinter Hirscher katapultierte sich der Deutsche Felix Neureuther aufs Podest. Der Routinier zeigte einen entfesselten 2. Lauf und stiess so noch von Rang 13 auf 3 vor.

Die Schweizer Schmach

Wie schon im Vorjahr bezieht Swiss-Ski eine kapitale Heimschlappe. 2016 war Marc Gini an Position 24. der beste und einzig klassierte Schweizer gewesen.

Diesmal kam es nur darum nicht noch schlimmer, weil am frühen Nachmittag eine leichte Schadensbegrenzung gelang. Ramon Zenhäusern belegte in der Endabrechnung Rang 16 und machte damit wieder einen Rückschritt gegenüber Adelboden (7.). Ein Magen-Darm-Virus beim Walliser relativiert das Abschneiden. Daniel Yule musste sich mit Platz 22 begnügen – der Teamleader auf dem Papier hatte schon den ersten Wettkampfteil völlig verpatzt.

Luca Aerni und 6 weitere Schweizer schieden entweder schon im 1. Lauf aus oder scheiterten am Cut.

Das weitere Programm

Nach den 87. Lauberhornrennen, die leider ohne die Abfahrt als Höhepunkt hatten auskommen müssen, disloziert der Tross traditionell weiter nach Kitzbühel. Im Tirol stehen ein Super-G (Freitag), eine Abfahrt (Samstag) und ein abschliessender Slalom (Sonntag) an.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 15.01.2017 10:00 / 13:30 Uhr

18 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    Man kann ja jetzt auch mit einem sarkastischen Lächeln wie der Rennleiter im Interwiev betr. Emotionen betr. Abfahrt bei der Kombi & abgesagter sagen: " Ihr habt ja in der Kombi einen Schweizer Sieg." Tun wir nicht! Ohne Abfahrt wissen wir nicht, wieviele Podestplätze wir Schweizer in Wengen noch hätten. Feuz & Janka waren gute Kandidaten dafür. Den Sieg des sympathischen Hintermann aus Wengen mitnehmen & für die Slalomisten gilt: In Kitzbühel macht ihr es besser, weil ihr es viel besser könnt.
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  • Kommentar von Philipp Braccini (webraser)
    Das Problem liegt viel tiefer! Es ist traurig mitanzusehen wie der alpine Skisport in der Schweiz immer mehr an Bedeutung verliert. Kenne keinen in meinem Umfeld der sich für Skirennen interessiert. Die meisten die in der Schweiz leben, wissen nicht mal was ein Lauberhornrennen ist. Die Begeisterung für den Skisport fehlt in der Masse. Der Sport wird nicht genügend gefördert, folglich fehlt die Breite in unseren Kadern. Es gibt keine Anzeichen für eine Verbesserung. Wir ein Alpen und Skiland?
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  • Kommentar von Simon Kämpfer (Sports)
    Herr Szabo natürlich war das heute keine gute Vorstellung der Schweizer. Aber man kann doch Luca Aerni nicht vorwerfen, dass er zu risikoreich fährt. Wenn die jungen Fahrer nicht immer vollgas geben, kommen sie auch nicht weiter und gewinnen keine Punkte und Startplätze oder kommen nicht einmal in 2. Läufe und dann wird auch gemotzt!!!
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Richtig! Durchs Punktesystem gilt es für sie, zuerst gute Punkte für gute Startnummern heraus zufahren, sich dann in diesen Top 30 drin, können sie es wagen, dann auch mal voll auf Risiko zu fahren. Und wer auf Risiko fährt, riskiert eben Ausfälle. Hintermann hat ja im Interwiev bei SRF gut beschrieben, wie lange dieser Weg für junge Fahrer dahin ist.
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    2. Antwort von markus kohler (nonickname)
      @Waeden. Punktesystem, na ja, die Schweizer haben in Wengen eigentlich keine Punkte gesammelt. Aerni ist ein sicherer Wert punkto Ausfälle und Schmidiger, Gini, Rochat und Co. sind nicht weltcuptauglich. Verbleiben nur Zenhäusern und Yule. Man kann es drehen und wenden will, das derzeitige Herrenteam ist das klar Schlechteste, das je für den Schweizerverband unterwegs war.
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    3. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Wenn die Schweizer in Wengen keine Punkte gesammelt haben, dann, weil die Abfahrt abgesagt worden ist! Feuz oder Janka wären bestimmt aufs Podest gefahren & weitere Abfahrer hätten auch noch Punkte geholt. Und im Skirennsport gibt es wie überall auch Höhen & Tiefen. Bestes Beispiel der junge Feller (Ö), welcher jetzt bei seinen letzten Rennen einfach viel Pech hatte. Und solche Beispiele gibt es eben viele. Nicht nur im Schweizer Team. Und Überflieger gibt es auch immer. Gilli, Stenmark usw.
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