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Viel Gegenwind für die Parallel-Events
Aus sportaktuell vom 10.02.2020.
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Kritik von Topstars Parallel-Events fallen bei den Skistars durch

Die Kritik am Parallel-Event von Chamonix ist in Fahrerkreisen gross. Auch Topstars halten sich nicht zurück. Die FIS beschwichtigt.

Keine Frage, aus Schweizer Sicht war der Parallel-Event am Sonntag in Chamonix ein voller Erfolg. Loïc Meillard und Thomas Tumler sorgten für den 1. Schweizer Doppelsieg in einem Technik-Rennen seit Oktober 2008 (Daniel Albrecht und Didier Cuche im Riesenslalom in Sölden).

Doch bei den Fahrern heimste das Format keine Bestnoten ein – nicht einmal im Lager der Schweizer. So schrieb etwa Justin Murisier auf Instagram:

Das soll die Zukunft unseres Sports sein?
Autor: Justin Murisier

Er sei in 1. Linie froh, gesund zu sein nach diesem Wettkampf, so der Walliser weiter. Teamkollege Meillard freute sich verständlicherweise über seinen Premierensieg im Weltcup, stimmte aber im SRF-Interview ebenfalls kritische Töne an: «Nach zwei Rennen eine kleine Kristallkugel zu vergeben, macht wenig Sinn. Entweder man macht es richtig oder gar nicht.»

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SRF-Experte Plaschy: «Jetzt ist die FIS gefragt»
Aus Sport-Clip vom 09.02.2020.
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Das Format gibt zu reden

Kein Blatt vor den Mund nahm Alexis Pinturault, einer der heissesten Anwärter auf den Triumph im Gesamtweltcup. Der Franzose schrieb nach seinem Achtelfinal-Out im Heimrennen auf Twitter:

Ich fühle mich verschaukelt. Seit wann ist im Sport Glück wichtiger als Leistung?
Autor: Alexis Pinturault

Pinturault, dessen Kritik auch von seinem Rivalen Henrik Kristoffersen geteilt wird, bemängelte neben dem Sicherheits-Aspekt das Format. Fahren die Athleten im Sechzehntelfinal auf beiden Läufen gegeneinander (die Zeiten werden addiert), gibt es ab den Achtelfinals nur noch einen K.o.-Lauf.

Es liegt in der Natur der Sache, dass die beiden Strecken nicht identisch sein können. Das war schon im Januar in Sestriere nicht der Fall gewesen, als die beiden ziemlich unbekannten Fahrerinnen Clara Direz (FRA) und Elisa Mörzinger (AUT) vornehmlich auf dem blauen Kurs bis in den Final vorgestossen waren.

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Meillard: «Hatte richtig Glück mit meiner Seite»
Aus Sport-Clip vom 09.02.2020.
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Am Sonntag in Chamonix waren abermals die Athleten auf dem blauen Kurs bevorteilt – nicht zuletzt Meillard und Tumler. Meillard gab denn auch zu: «Ich hatte richtig Glück mit meiner Seite. Es wäre fairer, jeweils zwei Läufe zu fahren.»

Die FIS verweist aufs Saisonende

In Are steht Mitte März bei den Frauen noch ein Parallel-Slalom auf dem Programm. Danach wird die FIS wohl über die Bücher gehen müssen. Beim internationalen Skiverband beschwichtigt man auf Anfrage von SRF: «Das ist die erste Saison mit dem neuen Format und Reglement.» Alle Parteien würden nach der Saison zusammensitzen und Gespräche führen, um den Parallel-Event zu optimieren.

Wie könnte man die Parallel-Events verbessern? Diskutieren Sie mit in unserer Kommentarspalte.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 09.02.20, 13:10 Uhr

21 Kommentare

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  • Kommentar von Ivo Flüeler  (Ivory)
    Aus meiner Sicht sind die Parallel-Rennen in diesem Format ein absoluter Witz!! Ab den Achtelfinals nur ein Lauf macht doch überhaupt keinen Sinn! Der Sieger steht ja schon zu 99% fest... Und dies nur um die TV-Übertragung in Grenzen zu halten!! Entweder die Übertragung ab Achtelfinals mit zwei Läuen, oder es qualifizieren sich nur die besten 16 und dann direkt Achtelfinals!!
    Für mich persönlich braucht es keine Parallel-Events!! Lieber drei Super-Kombinationen mehr... Da sind wir auch stark!!
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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Mindestens 3 Parallel Slalom in 2 Läufen im Wechsel der Pisten rot/blau im KO System bis mit Final austragen, RS eignet sich nicht so gut für diesen Event!
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  • Kommentar von Jonas Theo  (Jonas Theo)
    Warum macht man nicht einfach einfach immer 2 Läufe - einmal auf dem blauen und einmal auf dem roten. Den Kampf um die Plätze 5-8 kann man weglassen, der interessiert eh keinen. Ausserdem muss man längere Pausen zwischen den Durchgängen machen. Es kann nicht sein, dass Athleten, wenn sie mit den Schneebob oben ankommen zum Starthaus rennen und zack zack starten müssen. Ansonsten sind Parallel-Events sehr spannend zum Zuschauen und haben sicher Zukunftspotenzial.
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    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Alles gut und recht, aber so dauert der ganze Anlass zu lange. Das ergibt dann kein TV-gerechtes Format mehr.
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