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Weltcup Männer Ligety gewinnt das Gigantenduell

Ted Ligety hat den Weltcup-Prolog in Sölden für sich entschieden. Der Amerikaner setzte sich in einem packenden Riesenslalom hauchdünn vor Thomas Fanara und Marcel Hirscher durch. Die Schweizer hatten mit der Entscheidung an der Spitze nichts zu tun.

Das Podest

  • 1. Ted Ligety (USA)
  • 2. Thomas Fanara (Fr) +0.15
  • 3. Marcel Hirscher (Ö) +0.17

Seit 2011 heisst der Sieger beim Riesenslalom in Sölden immer Ted Ligety (2011 - 2013) oder Marcel Hirscher (2014). Auch zum Auftakt der neuen Saison konnte die Konkurrenz die Dominanz der beiden nicht brechen. Den Kampf an der Spitze entschied der Amerikaner heuer mit seinem 25. Weltcup-Sieg für sich. Die Basis für den Erfolg legte Ligety mit Laufbestzeit im 1. Durchgang. Danach behielt der Weltmeister die Nerven.

Zwischen den beiden Sölden-Dominatoren klassierte sich der Franzose Thomas Fanara, der mit einem starken 2. Lauf Vorjahressieger Hirscher auf Platz 3 verwies.

Die Schweizer

  • 15. Justin Murisier +3.59
  • 30. Elia Zurbriggen +4.73

Gino Caviezel war im Schweizer Team aufgrund der massiven Verletzungssorgen der grösste Trumpf. Doch er stach nicht. Der 23-Jährige lag im 1. Lauf bei der 2. Zwischenzeit mit rund 2:30 Sekunden in Rückstand und schied kurz danach aus. Auch den anderen 6 Swiss-Ski-Athleten gelang kein Exploit. Nur Justin Murisier und Elia Zurbriggen qualifizierten sich überhaupt für den 2. Lauf.

Zurbriggen konnte sich mit Schlussrang 30 dabei nicht mehr steigern. Murisier überholte mit einer beherzten Fahrt noch einige Konkurrenten und sorgte mit Platz 15 für den Schweizer Lichtblick.

Die Aufholjagd des Tages

Roland Leitinger hatte vor dem Saisonauftakt in Sölden wenig Weltcup-Erfolge vorzuweisen. Ein 21. Rang beim Riesenslalom in Aare 2014 war bis dato das Bestergebnis des 24-Jährigen. Mit Zwischenrang 26 qualifizierte sich Leitinger in Sölden nur knapp für den 2. Lauf. Dort legte der Österreicher dann aber so richtig los: An seiner Laufbestzeit von 1:10.88 biss sich die Konkurrenz gleich reihenweise die Zähne aus. Schlussrang 6 war der Lohn für die fantastische Aufholjagd.

Die Stimmen zum Rennen

  • Ted Ligety: «Es war ein Schlachtfeld da draussen. Du musst dort Gas geben, wo du kannst und an anderen Stellen versuchen, zu überleben. Ich glaube, das ist mir heute sehr gut gelungen.»
  • Gino Caviezel: «Ich habe einen sehr dummen Fehler gemacht. So reicht es halt nicht. Aber das ist kein Weltuntergang, wir haben noch viele Rennen vor uns.»
  • Justin Murisier: «Heute war es mein Tag, das nächste Mal ist jemand anderes dran. Ich glaube unser Team hat viel Potential, eine gute Saison zu machen.»

Das weitere Programm

Nach einer dreiwöchigen Rennpause nimmt die Saison am 15. November mit einem Slalom im finnischen Levi ihren Lauf. Danach folgen die Übersee-Rennen in Lake Louise und Beaver Creek.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 25.10.2015, 9:25/12:35 Uhr

10 Kommentare

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  • Kommentar von Stefan Heinzer, St Gallen
    Kann mir jemand sagen was das übergrosse A1 auf der weste sein soll??
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  • Kommentar von E. Waeden, Kt. Zürich
    Eine Bestätigung, dass es eine Neuausrichtung betreffend Auslosung der Startnummern geben sollte. Gestern profitierten halt wieder die Top 7 der letzten Saison von den guten Startnummern. So wird es im Ski-Alpin-Sport langweilig wie im Tennis & Formel 1. Für mich ist eindeutig Fanara der Beste, weil er am meisten Ränge gut gemacht hat. Auch Murisier hat im 2. Lauf viele Ränge gut machen können. Jetzt noch gute 1. Läufe hinbekommen & dann kommt das gut. Erfolge stärken auch das Selbstvertrauen.
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  • Kommentar von Jasmina, Luzern
    Wenn ich hier was dazu sagen darf man soll und darf kritisch sein und es war heute das Spiegelbild der letzte Sasion. Aber man darf jetzt nicht schlecht reden. Ich bin der Meinung dass jetzt der Schritt nach vorne passieren muss und das kann nur passieren wenn man durch ein spezielles Training die Blockade die in Kopf eines Talents ist lösen nur so kommt der Erfolg. Aber sie schlecht machen finde ich einfach nicht okay.
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    1. Antwort von jean passant, thun
      Ich sehe das anders. Das Problem ist die fehlende Konkurrenz im Team, das ist eine Truppe, die sich nicht pusht, sondern zufrieden ist, wenn sie an die Rennen fahren können. Sie wirken als ob sie schon Ende der Saison ihre Ferien planen würden. Ich vermisse jeglichen fighting Spirit. Ohne drastischen Kurswechsel, werden die gleichen Herren in 5-10 Jahren genauso so schlapp und gelangweilt herumstehen und platte Interviews geben.
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    2. Antwort von Daniele, Obergösgen
      Gut gemeint Jamina, aber der Spitzensport ist hart, und dieses Dilemma ist schon lange, die meisten sogenannten jungen Talente sind schon 25 und älter. Elia Zurbriggen,lebt von seinem Namen, wurde ohne Resultate mit zu Olympia genommen, das hat man Ihnen Vertrauen entgegengebracht, und was kommt nichts. Ich kann schon jetzt voraussagen das viele für die WM Qualifiziert werden die die Richtlinien bei weitem nicht erreichen, mit der Begründung; die müssen Starten wegen der Heim WM.
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