Zum Inhalt springen
Inhalt

Weltcup Männer Ligety gewinnt kleine Kristallkugel - Hirscher die grosse

Der letzte Riesenslalom der Saison hat mit einem Herzschlagfinal aufgewartet: Ted Ligety gewann das Rennen auf der Lenzerheide und damit die Disziplinenwertung vor Marcel Hirscher. Der Österreicher holte gleichzeitig den Gesamtweltcup. Carlo Janka schloss die Saison auf Rang 16 ab.

Im letzten Riesenslalom der Saison fielen gleich drei Entscheidungen. Ted Ligety gewann das Rennen und den Disziplinenweltcup - und das punktgleich mit Marcel Hirscher. Der Entscheid fiel zugunsten des Amerikaners aus, weil dieser während des Weltcup-Winters mehr Rennen (5) als Hirscher (2) gewonnen hatte.

Platz 2 auf der Lenzerheide ging an Alexis Pinturault, der sich dem Amerikaner hauchdünn geschlagen geben musste (+0,03). Dahinter fuhr der Führende nach dem 1. Lauf, Felix Neureuther, auf Rang 3 (+0,26). Der Deutsche war es, der den Triumph von Ligety überhaupt möglich gemacht hatte. Er war eine Hundertstel schneller als Hirscher.

Ligetys Dank an Neureuther

«Ich schulde Felix ein paar Biere, das ist klar», scherzte Ligety nach dem Rennen. Zwar sei der erste Gewinn der kleinen Kristallkugel aufregender gewesen, doch das Gefühl sei immer noch grossartig. Nicht zuletzt, weil er unglaublich hart habe kämpfen müssen. «Dass ich jetzt mit der Kugel nach Hause gehen kann, ist grossartig. Das war wirklich eine Traum-Saison», schloss der 29-Jährige.

Hirscher triumphiert im Gesamtweltcup

Hirscher verspielte damit im letzten Riesenslalom der Saison seinen komfortablen Vorsprung von 50 Punkten auf Ligety. Der Österreicher wird sich aber mit einer noch bedeutenderen Kristallkugel «trösten» können: Als Vierter entschied Hirscher das Rennen um den Gesamtweltcup für sich. Rivale Aksel Svindal, der vor dem Rennen 19 Punkte voraus gewesen war, schied bereits im 1. Lauf aus.

Der Österreicher holt sich die grosse Kristallkugel zum dritten Mal in Serie. Im Slalom vom Sonntag kann sich der 25-Jährige nun ganz auf das Duell mit Felix Neureuther um die Disziplinen-Wertung konzentrieren. Auch hier kündigt sich ein «Foto-Finish» an: Hirschers Rückstand auf den Führenden Neureuther beträgt lediglich 5 Punkte.

Janka beschliesst Saison mit Rang 16

Carlo Janka, der als einziger Schweizer startberechtigt für den Saisonfinal im Riesenslalom war, konnte in seinem letzten Rennen des Winters nicht ganz überzeugen. Nach ansprechenden Leistungen in Super-G (7.) und Abfahrt (9.) reichte es dem Bündner beim Riesenslalom auf der Lenzerheide nur für Rang 16 (+1,70.)

18 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Beat Burkhalter, Bern
    Sehr informative Zusammenfassung. Unter den gegebenen Umständen (Cuche, Feuz) kann man mit der Herren-Saison doch einigermassen zufrieden sein. Ich sehe jedenfalls eine Aufwärtstendenz und freue mich auf die nächste Rennsaison.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von jean passant, thun
    Die jetzige RS Saison war eher noch schlechter als die letzte. Die Jungen haben im EC gut abgeschnitten, aber das grosse RS-Talent sehe ich nicht. Janka hat im Interview sein Problem genannt. Er "verpasst" die Radien zwischen den Toren, drückt dann nach und prompt verliert er an Schwung und Zeit. Wer immer noch glaubt, dass Janka ganz nahe an der Spitze ist schaue sich die Schwünge von Pinturault, Ligety etc. im Vergleich zu Jankas an. Sein 25. Schlussrang entspricht etwa seinem Können.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Daniele, Obergösgen
    Herren ich kann auch einen 20. Platz als Resultat feiern. Wenn ich sehe unter welchen Bedingungen Sie erreicht werden. Andere Sportarten bei Swiss Ski werden schlecht Unterstützt. Nordisch Kombi existiert fast nicht mehr. Skispringer: Wenn Amann aufhört entsteht ein grosse Loch, ob Deschwanden das schliesst ist Fraglich, trotz grossen Fortschritten. Das meiste Geld geht in den Alpin, dafür sind die Männer einfach Mässig. Herr JoJo aber bei den Herren sind wir im Nationenklassement nur 6.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von W. E, H
      Denke nicht, hätte Swiss-Ski genügend Nachwuchstalente in den Nordisch-Disziplinen & Skispringen, dass diese weniger unterstützt würden. Aber man kann nur dort unterstützen, wo es Athleten, respektive Interessenten für diesen Sport gibt. Und weil die von Ihnen genannten Disziplinen des Präsidenten von Swiss-Ski liebstes Kind sind, welche er in Interviews auch immer nur erwähnt, mit ihnen mitleidet oder sich mitfreut, denke ich nicht, dass die Alpinen aus lauter Wohlwollen mehr Geld erhalten.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen