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Weltcup Männer «Part of the job»: Murisier bleibt gelassen

Was lange währt, wird endlich gut: Frei nach diesem Motto ist der Weltcup-Tross am Freitagnachmittag doch noch in Adelboden eingetroffen. Justin Murisier berichtet von einer ungewohnten Anreise.

Legende: Video Nach dem Kondi-Training der Heli-Flug abspielen. Laufzeit 2:24 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 05.01.2018.

Die gesperrte Strasse zwischen Frutigen und Adelboden brachte für Justin Murisier eine wesentliche Programmänderung mit sich. Der Romand konnte, zurück aus Trainingstagen in der Reiteralm, erst mit einem Tag Verspätung in den Weltcup-Ort reisen und musste in Bern eine Zusatznacht einlegen.

Der 25-Jährige über....

  • ... die abenteuerliche Anreise: «Es war ungewohnt, aber längst nicht so schlimm wie viele dachten. Ich durfte mit einem Helikopter hierhin fliegen, also ganz gemütlich und ohne Stress. Und zuerst hatten wir am Morgen im Hotel in Bern noch ein Konditionstraining absolvieren können.»
Wünschenswert wäre, wenn ich auch morgen ein strenges Programm hätte.
Autor: Justin Murisier
  • ... die erschwerten Bedingungen: «Das ist ‹part of the job›. Wir müssen uns anpassen können, ans Wetter, an neue Voraussetzungen.»
  • ... die Ambitionen für das Rennen vom Samstag: «Wir sind bereit und haben zuletzt super trainiert. Ich bin im Riesenslalom sehr gut dabei diese Saison. Jetzt muss ich einfach zwei starke Läufe nach unten bringen, dann kommt vielleicht etwas Gutes heraus. Wünschenswert wäre, wenn ich auch morgen ein strenges Programm hätte. Denn das würde auf ein super Resultat hindeuten.»

Athleten in der Luft, Betreuer im Konvoi

Männer-Cheftrainer Tom Stauffer mochte kurz nach der erdauerten Ankunft des Schweizer Teams um 16 Uhr nicht von einer aussergewöhnlichen Anreise sprechen. «Eigentlich lief alles ganz geregelt ab. Die Athleten wurden von Belp mit dem Helikopter nach Adelboden gebracht. Der Rest nahm den Weg über die alte Strasse mittels Konvoi unter die Räder.»

Tom Stauffer sitzt an einem Tisch.
Legende: Relaxed trotz Aufregung im Vorfeld Tom Stauffer. Keystone

Vor wenigen Tagen in Zagreb sei man ebenfalls mit einem Konvoi den Berg hinaufgebracht worden. Stauffer und Co. wurden am Donnerstagnachmittag über die schwierigen Bedingungen im Berner Oberland informiert. Die Ausgangslage habe sich fast stündlich geändert.

«Es freut uns, dass die Heimrennen gerettet werden konnten, die sind wichtig für uns.» Aber ab sofort sei die Herangehensweise an den Wettkampf gleich wie bei jedem anderen auch. «Von solchen Ereignissen darf man sich nicht ablenken lassen.»

Sendebezug: SRF 1, 5.1.2018, Mittagstagesschau

TV-Hinweis

Verfolgen Sie die beiden Rennen aus Adelboden am Wochenende auf SRF zwei oder in unserer Sport App wie folgt:

  • Samstag, Riesenslalom: 10:25 und 13:15 Uhr
  • Sonntag, Slalom: 10:20 und 13:20 Uhr