Pinturault mit Premiere in Garmisch

Der Franzose Alexis Pinturault hat in Garmisch den ersten Riesenslalom seiner Karriere gewonnen. Er verwies die Topfavoriten Marcel Hirscher und Ted Ligety auf die Plätze. Zudem schafften es 3 Schweizer in die Punkteränge, was es zuvor diesen Winter noch gar nie gegeben hatte.

Alexis Pinturault, der nach dem 1. Lauf auf Rang 2 gelegen hatte, profitierte von einem groben Fehler Felix Neureuthers. Der Deutsche war nach dem 1. Durchgang in Führung gelegen und hätte Geschichte schreiben können: Er wäre erst der 2 Deutsche nach Max Rieger 1973 gewesen, der in einem Riesenslalom zuoberst auf dem Podest gestanden hatte. So aber konnte Pinurault den ersten Riesenslalomsieg seiner Karriere feiern. Das Podest komplettierten die Topfavoriten Marcel Hirscher (Ö) und Ted Ligety (USA).

Ligety vor kleiner Kristallkugel

Ligety führt nun mit 105 Punkten Vorsprung auf Hirscher im Disziplinenweltcup bei 2 ausbleibenden Rennen. In Anbetracht, dass der Amerikaner diese Saison immer aufs Podest fuhr, dürfte sich Ligety die kleine Kristallkugel nicht mehr nehmen lassen.

Auch eine Premiere fürs Schweizer Team

Die Schweizer verloren im 1. Lauf wie erwartet viel Zeit. Mit Didier Défago sowie den beiden Nachwuchsfahrer Elia Zurbriggen und Manuel Pleisch schafften es aber immerhin 3 Schweizer in den 2. Durchgang. So viele Swiss-Ski-Fahrer waren in diesem Winter noch gar nie in einem 2. Lauf vertreten gewesen.

Défago auf Punkte angewiesen

In diesem zeigte Défago einen starken oberen Streckenteil, verlor aber unten zuviel Zeit und musste sich schlussendlich mit Platz 19 begnügen. In der momentanen Situation ist jeder einzelne WM-Punkt für den Walliser wichtig: Er belegt im Riesenslalom-Gesamtklassement momentan den 25. Rang, welcher gerade noch zur Teilnahme am Weltcup-Final in der Lenzerheide Mitte März berechtigt.

Nachwuchsfahrer machen Hoffnung

Den 2. Lauf eröffnete der junge Elia Zurbriggen in seinem erst 2. Weltcuprennen. Der Sohn von Pirmin Zurbriggen fuhr dann mit Platz 26 auch sogleich seine ersten Weltcuppunkte ein. Auch Manuel Pleisch gelang mit dem 23. Schlussrang dasselbe. In der Vergangenheit verpasste der Bündner entweder den 2. Lauf oder er schied in diesem aus. Die beiden Schweizer Nachwuchsfahrer zeigten 2 erfrischende und unbekümmerte Läufe, was trotz der aktuell monumentalen Skikrise etwas Anlass zur Hoffnung für die kommenden Skiwinter gibt.