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Weltcup Männer Russi: «Das sind fähige Leute»

SRF-Skiexperte Berhard Russi spricht im Interview über Rudi Huber und Walter Hlebayna, den neuen Chef alpin und den Männer-Cheftrainer bei Swiss-Ski. Russi sieht im Wechsel eine Chance. «Jetzt kann es aufwärts gehen», sagt der Abfahrts-Olympiasieger von 1972.

Legende: Video Swiss-Ski verpflichtet zwei Österreicher («sportaktuell») abspielen. Laufzeit 02:34 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 23.03.2013.

Bernhard Russi, Swiss-Ski hat am Samstag mit Rudi Huber und Walter Hlebayna den neuen Chef alpin und den Männer-Cheftrainer präsentiert. Überraschen Sie diese Namen?

Russi: Ich weiss ja nicht, wer sonst alles angefragt wurde. Aber in der momentanen Situation darf einen nichts überraschen, denn irgendjemand musste es ja sein. Man sollte dies jetzt fürs Erste einfach mal positiv auffassen.

Wie sehr sind Ihnen die beiden Österreicher bekannt?

Hlebayna kenne ich nicht. Ich weiss, dass es ihn gibt, bin persönlich aber nicht mit ihm bekannt. Rudi Huber dagegen kenne ich als äusserst kompetenten Typ, der schon immer mit dem Rennsport zu tun gehabt hat. Ich bin mir sicher, dass die beiden fähige Leute sind.

Walter Hlebayna war zuvor im Europacup tätig. Ist dies ein Zeichen, dass Swiss-Ski nun voll auf die Jungen setzt?

Es ist sicher ein Zeichen, dass die Zukunft wichtiger ist als die Gegenwart. Hlebayna kommt aus der Ecke der Jungen und auf die Jungen muss Swiss-Ski jetzt setzen.

Huber muss den Laden organisieren

Die Stelle des Chef alpin, die Rudi Huber besetzt, ist neu. Braucht es dieses Amt und kann Huber zur Lösung der Probleme entscheidend beitragen?

Der Sport folgt keinem Rezept und oftmals kann man erst im Nachhinein sagen, ob eine Veränderung etwas gebracht hat oder nicht. Es lief zuvor ja einige Jahre nicht schlecht, wenn man all die Erfolge berücksichtigt - auch ohne einen Alpinchef. Huber muss jetzt in erster Linie den Laden organisieren.

Huber war jahrelang bei Atomic tätig. Im Schweizer Team gibt es neben Carlo Janka sehr viele junge Fahrer, die mit diesen Skis fahren. Sehen Sie da einen Vorteil?

Materialfragen werden bei Hubers Arbeit nicht im Zentrum stehen. Aber beim Thema Material muss man einem Huber natürlich nichts vormachen. Da kennt er alles aus dem Effeff. Das kann schon ein Vorteil sein.

Wird jetzt alles besser?

Es gibt berechtigte Hoffnung, dass vieles besser wird. Schon nur der Wechsel auf diesen Positionen bringt frischen Wind. Aber es reicht nicht, einfach einen Trainer auszutauschen und einen Chef alpin einzusetzen. Auch die Fahrer müssen über die Bücher gehen und sich hinterfragen. Aber ich sehe Morgenröte. Wir schreiben die Stunde Null. Von jetzt an kann es aufwärts gehen.

5 Kommentare

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  • Kommentar von KR, Biel
    Eg gloube dr Bernhard hät rächt. Uf Schwizer, stöid uf!
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  • Kommentar von Ch. Grütter, Seeberg
    Ich setzte für die Saison 2013/14 in den Speed-Disziplinen ganz klar auf die Kanadischen Skifahrer, bei den restlichen Männer-Disziplinen wird es die Saison der Amerikaner sein! Ich setze nicht grosse Hoffnung in eine angebliche Morgenröte. Ich bin jedoch kein Skiexperte ;-) und schaue alle Männerskirennen auf dem Sportkanal der Österreicher. Ps. Sollte nicht Carlo Janka, nach Angaben unserer Experten die Skimarke wechseln?
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    1. Antwort von If, Z
      Nun, Morgenrot hatten wir diese Saison im Skisport nur im Langlauf (1 Athlet) erfolgreich vielleicht eine Trainerin zu haben? :-) und Skicross. Der "Langstreckenflieger A. (auch nur 1 Athlet im Skispringen) "flog" diese Saison hinterher, ebenso wie unsere Athleten beim alpinen Skirennsport hinterher fuhren. Wie Huber gut erkannt und interpretiert hat:" Zuallererst muss jetzt Ruhe einkehren!" Woran lag die Unruhe im Swiss-Skihaus? Ist doch besser in der Morgenröte "sünnelä" wie B.R. als..???
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  • Kommentar von Kurt Steuble, Birmensdorf
    Bernhard Russi ist, wie alle Fachleute, viel zu nachsichtig mit der Beurteilung der Erfolge der letzten Jahre: Denn eines war schon viel zu lange schlecht: Die Breite an der Spitze ist für ein Land, in dem der Alpin-Skisport so wichtig ist, absolut ungenügend. Da kommt einfach zu wenig nach. Die Cracks, die dann aufs Treppchen steigen, verschleier(t)en zu Vieles.
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