Schweizer: Alles versucht, unglücklich gekämpft

Die Schweizer sind in der Lauberhorn-Abfahrt ohne Spitzenergebnis – und hinterher mehrheitlich auch ohne Erklärung geblieben. So sagte etwa Carlo Janka: «Keine Ahnung, was die Besten gemacht haben, dass die so schnell waren.»

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So schlug sich Beat Feuz

2:30 min, aus sportaktuell vom 16.1.2016

Carlo Janka hat schon 8 seiner 22 Podestplätze am Lauberhorn herausgefahren. Doch zu ergründen vermochte er diese innige Liebe nie wirklich.

Gleich verhält es sich nun im umgekehrten Fall – der Obersaxer muss sich nach seinem letztjährigen 3. Platz in der Abfahrt diesmal mit Rang 8 begnügen. Das ist ein mickriger Lohn für eine ordentliche Leistung. Auf das Podest und den drittklassierten Klaus Kröll (Ö) fehlten dem 29-Jährigen lediglich 27 Hundertstelsekunden.

Zu wenig explosiv am Start

Aksel Svindal und Hannes Reichelt lagen ausser Reichweite. Auf die beiden Überflieger angesprochen, schüttelte Janka hinterher nur den Kopf: «Keine Ahnung, was die beiden gemacht haben, dass sie so schnell unten waren.»

«  Die Norweger zertrümmern das Starttor fast, bei mir war es eher ein Streicheln. »

Beat Feuz

Der Gesamtweltcup-Sieger von 2009/10 sprach von einer «Fahrt ohne gröbere Schnitzer» – er machte in seiner Analyse aber zwei Abstriche. Der zu zögerliche Start sei nach wie vor eine Schwachstelle, und beim Seilersboden habe er einen Schlag erwischt.

So fiel das Fazit seiner beiden schnellsten Teamkollegen aus:

  • Beat Feuz (11.): «Zwiespältig. Wegen meiner Verletzung ist das Manko am Start beträchtlich, ich getraue noch nicht voll abzustossen. Die Norweger zertrümmern das Starttor fast, während es bei mir eher ein Streicheln ist.»

    Halb unten glaubt der Emmentaler einen Stein erwischt zu haben und konnte deshalb in den letzten drei, vier Kurven nicht mehr richtig auf den Ski stehen. «Doch sonst bin ich zufrieden, denn immerhin bin ich nicht allzu weit weg vom Grossteil der Konkurrenz.» Feuz möchte nun den Super-G in Kitzbühel am nächsten Freitag bestreiten und geht danach über die Bücher.

  • Marc Gisin (20.): «Meine Fahrt war okay, ich machte keine grossen Fehler, trotzdem ist der Rückstand gross.» Genauere Erkenntnisse fielen dem Obwaldner schwer. Vielmehr warf er noch die Frage auf, wie fair die Bedingungen bei zunehmend schwierigen Sichtverhältnissen für die Fahrer mit hinteren Startnummern gewesen seien.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 16.01.2016 11:45 Uhr

Die Stimmen der Schweizer