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Weltcup Männer Sepp Brunner: «Das Feuer ist nicht mehr da»

Das Schweizer Männerteam hat ein desaströses Wochenende hinter sich: Bei den 3 Rennen in den Dolomiten rutschten die Fahrer noch tiefer in die Krise. Techniktrainer Sepp Brunner sucht im Interview nach Gründen für die Baisse und erläutert mögliche Massnahmen.

Legende: Video Interview mit Sepp Brunner abspielen. Laufzeit 2:33 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 16.12.2012.

Die Rennen in Gröden und Alta Badia markierten einen neuen Tiefpunkt für Swiss-Ski: In Super-G, Abfahrt und Riesenslalom holten 3 verschiedene Fahrer zusammen gerade einmal 34 Weltcup-Punkte. Klares Bestergebnis war dabei der 14. Platz von Silvan Zurbriggen am Freitag im Super-G.

«Noch nie erlebt»

«Wir versuchen alles, um aus dieser Misere rauszukommen», sagt Techniktrainer Sepp Brunner im Interview mit SRF. «Das Selbstvertrauen ist nicht vorhanden, das spürt man auch von aussen. Und wenn das Selbstvertrauen fehlt, ist irgendwann auch das Feuer nicht mehr da.» Der 54-jährige Österreicher gibt zu bedenken: «So eine schwierige Situation habe ich noch nie erlebt.»

Fokus auf den Riesenslalom

Brunner betont, dass vor allem die Umstellung auf das neue Material sehr schwierig sei. Es gelte nun, weiterzuarbeiten und ruhig zu bleiben. «Wir können einige Athleten vorübergehend aus dem Weltcup herausnehmen», erläutert der Betreuer eine mögliche Massnahme. «Zudem sollen sich die Jüngeren vermehrt auf das Riesenslalom-Training konzentrieren.» Das Ziel sei, sich im Riesenslalom wieder nach vorne zu kämpfen.

Was passiert mit Janka?

Das grösste Sorgenkind im Schweizer Team ist Carlo Janka: Der Bündner, Olympiasieger im Riesenslalom und Gesamt-Weltcupsieger des Jahres 2010, belegte an diesem Wochenende die Ränge 35, 47 und 46. «Ein Materialwechsel ist bei ihm kein Thema», betont Brunner. «Einige Fahrer sind sehr schnell mit diesem Material. Die Verunsicherung, die von den Materialproblemen herrührt, überträgt sich bei ihm sehr stark auf seine Leistungen.»

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Die «sportlounge» beschäftigt sich am Montagabend ab 22.25 Uhr auf SRF zwei intensiv mit der Krise im Männer-Team. Sie geht der Frage nach, ob die WM-Saison überhaupt noch zu retten ist.

16 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Hofstetter, Zürich
    Inglins Leute verlieren heute.
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  • Kommentar von Müller, Schaffhausen
    Alle schlauen Kommentarschreiber sollten a) mal Skirennsport selber betreiben und b) einmal ein Traineramt übernehmen. Und vergleiche wie sie der "ESEL aus dem STALL" machte zeugen von einer gewaltigen Ahnung von Sport generell. Heute sind SIE so schlecht - Früher waren WIR so gut! So nervig diese Kommentare....
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  • Kommentar von Esel, Stall
    Ein bisschen Anschauungsunterricht bei Dario Cologna würde den Alpinen gut tun. Der leistet etwas und darf sich in den Abfarten erholen. Trotzdem fährt er diese schneller als die Alpinen, welche nur auf zwei Brettern stehen müssen um einen Hang herunterzurutschen. Da nützen die besten Trainer nichts, nur Langlauf. Aksel Svindal ist auch nur so gut, weil er jeweils mit Peter Northug trainiert :)
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