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Weltcup Männer Südkoreas Hoffnungsträger fehlt das Selbstvertrauen

Donghyun Jung ist im Ski-Weltcup der einzig kompetitive Südkoreaner. Doch für seine Mission zu Hause an den Olympischen Winterspielen fühlt er sich noch nicht ganz bereit.

Legende: Video Donghyun Jung lehrt uns 2 Sätze in Koreanisch abspielen. Laufzeit 00:20 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 14.01.2018.

Die Zeit drängt: In weniger als 4 Wochen werden in Pyeongchang die 23. Winterspiele eröffnet. Für Donghyun Jung von der Gastgeber-Nation ist das ein ultimatives Karriere-Highlight. «Ein Once-in-a-lifetime-Erlebnis», wie der 28-Jährige umschreibt, «der Anlass bei mir zu Hause löst grosses Kribbeln aus, ich habe seit Jahren darauf hingearbeitet.»

Das Problem des südkoreanischen Technikspezialisten mit bislang 38 Weltcup-Einsätzen und erst 5 gültigen Resultaten: Er ist in seiner Entwicklung stehen geblieben. Die Erwartungen seitens der Einheimischen sind riesig, erfüllen dürfte er sie kaum können.

Keine Konstanz auf und neben der Piste

Dabei war Jung im Dezember 2014 beim Slalom in Are als 25. der erste alpine Skifahrer aus seiner Heimat, der sich Weltcup-Punkte ergattern konnte. Kurz darauf verabschiedete sich jedoch sein österreichischer Trainer Georg Höllrigl, der designierte Entwicklungshelfer, bereits wieder.

In Jeongseon herrschen meine bevorzugten Bedingungen.
Autor: Donghyun Jung

Nach einer langen Durststrecke liess Rang 14 vor einem Jahr in Zagreb Jung zu neuen Träumereien verleiten. Die Plätze 27 in Adelboden (von 27 Klassierten) sowie der verpasste 2. Slalom-Lauf von Wengen bilden nun aber wieder eine weniger erfreuliche Realität ab.

Hoffnung dank dem Heimbonus

Über seinen aktuellen Betreuer, den er mangels Englischkenntnissen auch als Dolmetscher einspannt, lässt Jung ausrichten, dass ihm das Selbstvertrauen fehle. «Doch ich werde weiterhin mein Bestes geben.» Erschwerend kommt hinzu, dass er bei seinen bisherigen Olympiastarts 2010 und 2014 im Slalom nicht ins Ziel kam.

Zwei Chancen in Kitzbühel und Schladming bleiben, um sich für Olympia in Schwung zu bringen. «Ich bin überzeugt, dass das Publikum auf mich zählen kann. Denn im Gegensatz zum Weltcup herrschen dort meine bevorzugten Bedingungen.» So liege die Austragungsstätte in Jeongseon deutlich tiefer als die europäischen Rennstationen.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 14.01.2017 10:00 und 13:05 Uhr