Svindal gewinnt Super-G in Kitzbühel

Aksel Svindal ist seiner Favoritenrolle in Kitzbühel ein erstes Mal gerecht geworden und hat den Super-G gewonnen. Die Schweizer enttäuschten schwer.

Aksel Svindal, der in den Trainings zur Abfahrt seine tolle Form andeutete, gelang vor allem der Mittelteil bis zur Hausbergkante hervorragend.

In diesem Abschnitt nahm er der direkten Konkurrenz bis zu einer halben Sekunde ab. Im holprigen Schlussteil hingegen verspielte der Norweger einen Grossteil seines Vorsprungs auf seinen ersten Verfolger Matthias Mayer aus Österreich. Am Ende trennten den Routinier 13 Hundertstel-Sekunden vom 22-jährigen Youngster, der zuvor noch nie besser als 6. war. Hinter dem Spitzenduo wurde Lauberhorn-Sieger Christof Innerhofer (It) 3.

Extrem anspruchsvolle Piste

Ganz zufrieden war Svindal mit seiner Fahrt nicht. «Die Traverse am Schluss war nicht perfekt. Aber es ist auf dieser Piste auch schwierig, ohne Fehler durchzukommen», meinte der damit schon dreifache Super-G-Sieger der Saison. Mit seinem ersten Sieg in Kitzbühel verkürzte Svindal seinen Rückstand in der Gesamtwertung auf den führenden Titelverteidiger Marcel Hirscher auf 88 Punkte. 

Schweizer tief in der Krise

Die Schweizer gaben ein erschütterndes Bild ab. Sandro Viletta und Patrick Küng holten als einzige Weltcup-Punkte - als 29. und 30. des Klassements. Didier Défago, Vitus Lüönd, Silvan Zurbriggen, Marc Berthod und Carlo Janka erreichten das Ziel mit über zwei Sekunden Rückstand auf Rängen zwischen 31 und 38. Tobias Grünenfelder schied aus.

Grosse Verunsicherung

«Ich tat mich schwer, vor allem in unteren Teil habe ich mich zu wenig getraut, die Skis laufen zu lassen», sagte Viletta. Er bestätigte den Eindruck, den sämtliche Schweizer hinterliessen: Den einer grossen Verunsicherung. Dass den Swiss-Ski-Athleten usgerechnet in der Abfahrt am Samstag die Trendwende gelingt, ist angesichts der Trainngsresultate eher unwahrscheinlich.

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