Björgen schreibt Geschichte - Boner in Top Ten

Marit Björgen ist die erfolgreichste Wintersportlerin in der Geschichte der Olympischen Spiele. Die Norwegerin gewann das Rennen über 30 km in Sotschi und holte damit ihre insgesamt sechste Goldmedaille. Eine starke Leistung zeigte Seraina Boner, die als Neunte ein Diplom nur knapp verpasste.

Marit Björgen siegte vor ihren Landsfrauen Therese Johaug und Kristin Störmer Steira. Mit insgesamt 6 Gold-, 3 Silber- und einer Bronzemedaille ist die 33-jährige Björgen mit dem Sieg im letzten Langlauf-Frauenbewerb in Sotschi zur erfolgreichsten Wintersportlerin aller Zeiten avanciert. Sie löste die russische Langläuferin Ljubow Jegorowa ab (6/3/0).

«An die historische Bedeutung des Siegs habe ich nicht in erster Linie gedacht», sagte die glückliche Björgen im Ziel. «Ich wollte einfach das Rennen gewinnen und freue mich unglaublich, dass ich zwischen meinen Teamkolleginnen zuoberst auf dem Podest stehen darf.»

Norwegerinnen absolut ungefährdet

Dass die Medaillen allesamt an Norwegen gehen, war bereits früh absehbar. Björgen, Johaug und Steira setzten sich schnell ab und liefen einen grossen Vorsprung heraus. Nach 20 km lag das Trio knapp eine Minute vor dem «Hauptfeld». Auf dem letzten Kilometer liess Björgen dann erst Steira und auf der Zielgeraden auch Johaug stehen.

Video «Langlauf: 30km der Frauen, Interview mit Seraina Boner (sotschi direkt, 22.2.2014)» abspielen

Interview mit Seraina Boner (sotschi direkt, 22.2.2014)

0:22 min, aus Sotschi-Clip vom 22.2.2014

Starkes Rennen von Boner

Ausgezeichnet hielt sich die Schweizerin Seraina Boner. Die Davoser Langdistanz-Spezialistin zeigte sich nach 18 km erstmals an der Spitze des Verfolgerfeldes und schien auf gutem Weg, sich das zweite Olympia-Diplom nach jenem aus dem Teamsprint zusammen mit Bettina Gruber zu verdienen.

Am Ende musste sie sich im Endspurt aber mehreren Konkurrentinnen geschlagen geben und verpasste den 8. Rang um drei Sekunden. Wie ein Tweet zeigt, trauerte Boner dem verpassten Diplom indes nicht allzu stark nach: