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Sotschi Dominique Gisin: «Das ist verrückt!»

Mit Dominique Gisin hat eine Abfahrerin die Goldmedaille gewonnen, die eine Achterbahnfahrt durchlebt hat. Vor vier Jahren war die Engelbergerin an Olympia noch am Boden zerstört - nun belohnte sie sich für ihren Fleiss mit dem grössten aller Siege.

Der 17. Februar 2010 begleitete Gisin die ganzen letzten vier Jahre. Bei der Olympia-Abfahrt von Vancouver war sie auf Bronzekurs, ehe sie kurz vor dem Ziel bei einer tückischen Kuppe stürzte. Die Engelbergerin zog sich beim Unfall eine Hirnerschütterung zu - viel schlimmer aber war ihr mentaler Schmerz.

Legende: Video Gisins Sturz in Vancouver abspielen. Laufzeit 1:34 Minuten.
Aus Sotschi-Clip vom 12.02.2014.

Gisin: «Diese Erfahrung hat geholfen»

Sie habe damals unglaublich viel Herzblut in dieses Rennen gesteckt, wiederholte Gisin immer wieder. «Aber diese Erfahrung hat es wohl gebraucht, damit ich heute da stehe, wo ich stehe».

Zwischenzeitlich habe sie nicht mehr daran geglaubt, dass sie es wieder ganz nach oben schaffen könne, sagte sie nachdenklich.

Auf der Suche nach dem Maximum

Vier Jahre nach dem Vancouver-Trauma hat sie nun ihr Meisterstück abgeliefert. «Das ist der verrückteste Tag meines Lebens», freute sich die Frohnatur aus Engelberg. Die 28-Jährige ist eine Fahrerin, die alles dafür tut, um das Maximum zu erreichen.

Dieses Maximum erreichte sie ausgerechnet in einer Saison, in der sie bisher nicht auf Touren gekommen war und einen 6. Rang im Super-G von Beaver Creek als Bestresultat auszuweisen hat. Ausgerechnet Gisin, die in ihrer Karriere schon mehrmals schwer gestürzt war. Ausgerechnet Gisin, die seit rund 10 Jahren im Weltcup an der Spitze mitfährt und trotzdem erst drei Siege einfahren konnte.

Legende: Video Interview mit Gut (sotschi direkt, 12.02.2014) abspielen. Laufzeit 1:17 Minuten.
Aus Sotschi-Clip vom 12.02.2014.

Gut: «Kann nicht zufrieden sein»

Lara Gut dagegen hat alleine in dieser Saison schon zwei Siege mehr einfahren können als Gisin in ihrer ganzen Karriere. Trotzdem musste sie sich in der Abfahrt mit Bronze begnügen. «Ich habe kurz vor Schluss einen Fehler gemacht», gab sich Gut selbstkritisch, «darum ist der Frust schon da.»

Sie habe sich immer vorgestellt, wie gross die Freude über eine Olympia-Medaille sein werde, erklärte Gut. «Aber wir sind Athleten. Deswegen kann ich mit einem 3. Platz nicht zufrieden sein. Vor allem nicht, wenn man einen blöden Fehler gemacht hat.» Immerhin erhält die 22-jährige Tessinerin schon am Samstag im Super-G eine weitere Chance auf Edelmetall.

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Die Siegerehrungen mit Dominique Gisin und Iouri Podladtchikov sehen Sie ab 18:05 Uhr live auf SRF zwei und im Sotschi Player.

22 Kommentare

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  • Kommentar von Timo Schneider, Kleinandelfingen
    Wunderbarer Sieg!!! Dominique Gisin ist so absolut sympathisch, offen, herzlich und ehrlich. Sie hat die Goldmedaille mehr als nur verdient! Nur schade, dass SRF all die Stürze noch zeigen musste, die sie erlebt hatte. War wirklich unnötig :-(
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  • Kommentar von CES, Aarau
    Herr Imhof ist jeweils der unbestrittene Starkommentator, wenn Tennisturniere im Gang sind. Zur Zeit ist im Tennis nicht viel los, darum versucht er sich nun hier als Olympiaexperte. Einfach ignorieren, nicht antworten. Es bringt nichts, sich auf dieses Niveau zu begeben. (Nachahmer gibts offenbar auch schon, wie der Kommentar von Herrn L. Fanti zeigt.)
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  • Kommentar von G. H., Pfäffikon
    Super! Wahnsinn! Kaum eine Fahrerin hat es so verdient wie Dominique Gisin! Und Lara - die Freude über Bronze kommt noch! Du hast eine olympische Medaille! Barvo weiter so
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