Erstes Sotschi-Gold geht an Kotsenburg

Der Amerikaner Sage Kotsenburg hat Slopestyle-Gold bei den Snowboardern gewonnen und damit die erste in Sotschi vergebene Goldmedaille geholt. Der Finaldurchgang fand ohne Schweizer Beteiligung statt.

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Zusammenfassung Slopestyle Final («sotschi aktuell», 8.2.2014)

3:49 min, aus Sotschi-Clip vom 8.2.2014

Kotsenburg stellte die Bestmarke von 93,50 Punkten bereits bei seinem ersten Run auf. An diesem Skore bissen sich in der Folge sämtliche Konkurrenten die Zähne aus. «Es ist Wahnsinn, dass die Jury meine verrückten, kreativen Tricks belohnt hat», freute sich der 20-Jährige aus Idaho. «Ich mache einfach gerne verückte und spontane Dinge». Am nächsten kam ihm Stale Sandbech (No) mit 91,75 Punkten. Bronze beim erstmals an Olympia ausgetragenen Wettkampf ging an Mark McMorris (Ka/88,75).

Kreativität vor Schwierigkeit

Kronfavorit Maxence Parrot sagte, dass Kotsenburgs Lauf «sehr cool» gewesen sei. «Sein Style ist grossartig. Wäre nur schön gewesen, wenn die Juroren uns vorher gesagt hätten, was sie sehen wollen», so der Kanadier, der sich mit Platz 5 begnügen musste. Entgegen der Wertungen bei den X-Games und im Weltcup belohnten die Punkterichter eher ausgefallene Ideen und Kreativität als die schwierigsten Sprünge und die beste Technik.

Keine Schweizer im Final

Die Schweizer Jan Scherrer und Lucien Koch verpassten den Final-Durchgang. Beide Fahrer kamen im Halbfinal nicht ohne Patzer durch und verfehlten so den geforderten Top-4-Platz.

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Interview mit Jan Scherrer

1:00 min, aus Sotschi-Clip vom 8.2.2014

Scherrer konnte auf dem anspruchsvollen Olympia-Kurs seine Bestleistung nicht abrufen. Nachdem der Ostschweizer im 1. Halbfinal-Durchgang mit 64,25 Punkten nur den 7. Platz belegt hatte, musste er im 2. Durchgang volles Risiko gehen. Dort griff er nach dem zweiten Kicker bei der Landung in den Schnee, womit er seine Finalträume begraben musste. «Bis zu diesem Missgeschick sah es sehr gut aus», analysierte Scherrer.

Am Ende resultierte der 11. Rang. Einen zweiten Anlauf zu olympischem Edelmetall nimmt Scherrer nun am Dienstag in der Halfpipe. «Darauf kann ich mich jetzt konzentrieren. Dort rechne ich mir bessere Chancen aus», so der 19-Jährige.

Koch stürzt zweimal

Noch schlechter als Scherrer erging es Lucien Koch: Der 18-Jährige stürzte in beiden Durchgängen und hatte so keine Chance auf einen Finalplatz. «Ich konnte wegen Knieschmerzen nur wenig trainieren», ärgerte sich Koch, «das ist natürlich schade.» Am Ende belegte er mit 20,75 Punkten den 20. und letzten Platz.

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