Goldene Schweizer Spiele und ein überragender Tag

Zum 2. Mal in Folge hat die Schweizer Delegation von den Olympischen Winterspielen 6 Goldmedaillen nach Hause gebracht - der 2010 in Vancouver aufgestellte Rekord wurde damit egalisiert. Der 14. Februar geht zudem als Triumphtag der Bündner in die Geschichte ein.

Mit den Skicross-Bewerben der Männer und Frauen, dem Parallel-Slalom und dem 50-km-Rennen der Langläufer hatte die Schweiz an den letzten drei Olympiatagen noch heisse Medaillenkandidaten im Rennen - doch die Trümpfe stachen nicht. Die letzten Bewerbe in Sotschi dürfen die sehr positive Schweizer Bilanz aber nicht trüben.

Die zweitbeste Ausbeute der Geschichte

Denn mit 11 Mal Edelmetall - davon 6 Mal Gold - holte die Schweizer Olympia-Delegation so viele Medaillen wie schon 2002 in Salt Lake City. Einzig an den «Rekordspielen» in Calgary 1988 (15 Medaillen) sowie 2006 in Turin (14) war die Ausbeute jeweils noch grösser.

Zusammen mit 3 silbernen und 2 bronzenen Auszeichnungen findet sich die Schweiz im Medaillenspiegel von Sotschi auf Rang 7 wieder. Nach Platz 8 in Turin 2006 und Rang 6 in Vancouver vor 4 Jahren schaffte die Schweiz zum 3. Mal in Serie den Sprung unter die Top 10.

Cologna, Podladtchikov, Gisin, Kummer und Viletta (im Uhrzeigersinn).

Bildlegende: Schweizer Goldsammler Cologna, Podladtchikov, Gisin, Kummer und Viletta (im Uhrzeigersinn). Reuters/EQ Images

Überragender Cologna, überraschende Skicracks

Von den Schweizer Olympiasiegern überstrahlte Langläufer Dario Cologna mit seinem sagenhaften Comeback und zwei Mal Gold alle und alles. Bei den Skirennen sorgten Abfahrtssiegerin Dominique Gisin und Sandro Viletta in der Super-Kombi für zwei eher unerwartete Triumphe.

Valentinstag als Triumphtag

Letzterer trug zudem seinen Teil dazu bei, dass die Schweiz am 14. Februar so viele Medaillen wie vorher einzig am 22. Februar 2006 an einem Tag bejubeln konnte. Eine Stunde vor dem Engadiner hatte der Münstertaler Cologna sein 2. Gold geholt - und wiederum nur Stunden später machte Selina Gasparin den Schweizer und insbesondere Bündner Triumphtag perfekt. Die Engadinerin bescherte der Schweiz mit Silber über 15 km die erste Medaille im Biathlon überhaupt.

Siege mit Ansage von Kummer und Podladtchikov

Im Rosa Chutor Extreme Park gehörten die Schweizer - abgesehen von den Skicrossern - ebenfalls zu den grossen Figuren. Die Walliserin Patrizia Kummer feierte im Parallel-Riesenslalom ebenso einen Sieg mit Ansage wie Iouri Podladtchikov in der Halfpipe.

Während erstere als Topfavoritin schlechthin gegolten hatte, staunten im Vorfeld beim Zürcher viele ob der vollmundigen Ankündigung. Doch der gebürtige Russe schaffte in seinem Heimatland den totalen Triumph und rang dabei seinen ewigen Widersacher Shaun White nieder.

Schweizer Medaillengewinner

NameSportartDisziplinMedaille
Dario ColognaLanglaufSkiathlonGold
Dario ColognaLanglauf15 km klassischGold
Dominique GisinSki alpinAbfahrtGold
Patrizia KummerSnowboardParallel-RiesenslalomGold
Iouri PodladtchikovSnowboardHalfpipeGold
Sandro VilettaSki alpinSuper-KombinationGold
Nevin GalmariniSnowboardParallel-RiesenslalomSilber
Selina GasparinBiathlon15 kmSilber
Beat HeftiBobZweierSilber
Lara GutSki alpinAbfahrtBronze
Frauen-NatiEishockeyBronze