Grosses Pech: Skibruch verhindert Cologna-Medaille

Für Dario Cologna hat das Rennen über 50 km Skating in einem Drama geendet. 1,5 km vor dem Ziel fiel der Münstertaler wegen einem Skibruch aus der Entscheidung. Gold sicherte sich der Russe Alexander Legkow vor zwei Landsmännern.

Nach dem Sturz in der Kurve vor der Zielgeraden bei den Olympischen Spielen in Vancouver wurden Colognas Medaillenträume im 50-km-Rennen in Sotschi erneut kurz vor dem Ziel jäh beendet. Der Münstertaler, der sich noch bei Kilometer 48 in ausgezeichneter Position befand, beklagte einen Skibruch und beendete das Rennen schliesslich auf Rang 27.

Grosse Enttäuschung bei Cologna

Im Ziel schob Cologna die Schuld keinem Konkurrenten zu, sondern übernahm selbst die Verantwortung für den Zwischenfall. «Ich war kurz eingeklemmt und bin gestürzt. Beim Aufstehen ist mir dann einer über den Ski gefahren und dieser ist gebrochen», sagte ein enttäuschter Cologna. «Es ist sehr schade. Ich war sehr gut drauf. Die Chance auf eine Medaille war gross.»

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Der Skibruch bei Dario Cologna (sotschi direkt, 23.02.2014)

0:42 min, aus Sotschi-Clip vom 23.2.2014

Trotz dem grossen Pech im letzten Rennen blickt Cologna auf fantastische Spiele zurück. Dank den Goldmedaillen im Skiathlon und über 15 km klassisch gehört der Münstertaler zu den grossen Figuren in Sotschi. Entsprechend positiv fiel sein Fazit aus: «Im Nachhinein waren die Spiele sensationell. Ich gehe mit einem sehr guten Gefühl nach Hause.»

Gutes Rennen von Perl

Bester Schweizer wurde nach einem starken Auftritt Curdin Perl. Der Engadiner hielt sich während des ganzen Rennens in der Spitzengruppe auf und erreichte das Ziel als 12. «Schade, dass es nicht für die Top 10 gereicht hat. Aber wenn man den Verlauf der Saison berücksichtigt, darf ich sicher sehr zufrieden sein mit diesem Resultat», sagte Perl.

Ebenfalls zu überzeugen vermochte Remo Fischer, der sich auf dem 22. Platz klassierte. «Am Schluss fehlte mir leider etwas die Kraft. Aber alles in allem war es eine gute Leistung», analysierte der Zürcher. Mit Toni Livers (30.) schaffte es auch der vierte Schweizer in die Top 30.

Russischer Dreifach-Triumph

Den Olympiasieg holte sich Alexander Legkow. Der Russe präsentierte sich im Schlussspurt am stärksten und setzte sich vor seinen beiden Landsmännern Maxim Wylegschanin und Ilja Tschernussow durch. Ohne Medaillen blieben die Norweger. Martin Johnsrud Sundby musste sich Tschernussow nur um 0,2 Sekunden geschlagen geben und wurde 4. Petter Northug kam nicht über Platz 18 hinaus.

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Analyse des Rennens mit Iseppi und Schmid (23.02.2014)

13 min, aus Sotschi-Clip vom 23.2.2014