Keine Schweizer Medaille im Parallel-Slalom

Die alpinen Snowboarder sind im Parallel-Slalom ohne Olympia-Medaille geblieben. Als beste Schweizer schafften es Julie Zogg und Nevin Galmarini in die Viertelfinals. Patrizia Kummer schied im Achtelfinal aus. Gold holten sich Vic Wild (Russ) und Julia Dujmovits (Ö).

Nach dem Triumph mit Gold und Silber im Parallel-Riesenslalom am vergangenen Mittwoch setzte es für die Schweiz im Slalom eine Enttäuschung ab.

Riesenslalom-Silbergewinner Nevin Galmarini musste im Viertelfinal die Segel streichen und klassierte sich schliesslich auf Platz 7. Nach einem Sturz im 1. Lauf blies er gegen den Slowenen Zan Kosir zur grossen Aufholjagd, musste sich aber um 20 Hundertstel geschlagen geben.

«Ich habe mich selber aus dem Rennen genommen», bilanzierte Galmarini, dessen Enttäuschung sich angesichts des vorangegangenen Erfolgs in Grenzen hielt.

Kummer hauchdünn geschlagen

Gar eine Runde früher hatte es Riesenslalom-Olympiasiegerin Patrizia Kummer erwischt. Die Walliserin unterlag im Achtelfinal Amelie Kober aus Deutschland. Die Entscheidung fiel um 0,10 Sekunden knapp zu Ungunsten der Schweizerin aus.

«Für mich ist es keine negative Überraschung», meinte Kummer. Sie habe alles gegeben und könne deshalb mit dem frühzeitigen Ausscheiden leben. Zusätzlichen Druck aufgrund ihres Olympia-Sieges habe sie nicht verspürt. «Ich war so locker wie sonst auch.»

Zogg beste Schweizerin - Doppelgold für Wild

So war Julie Zogg als 7. für einmal die beste Schweizerin. Sie blieb im Viertelfinal an der Österreicherin und späteren Siegerin Julia Dujmovits hängen. Ein Fahrfehler kurz nach dem Start im 2. Durchgang beraubte die Ostschweizerin früh aller Medaillenchancen. «Es ist schade, trotzdem bin ich mit meinem Wettkampf zufrieden», sagte die 21-Jährige.

Hinter Dujmovits holte sich Anke Karstens (De) Silber. Bronze ging mit Kummer-Bezwingerin Kober ebenfalls an Deutschland. Bei den Männern setzte sich wie schon im Riesenslalom der Amerikaner Vic Wild durch, der allerdings für Gastgeber Russland an den Start geht. Zan Kosir (Slo) und Benjamin Karl (Ö) komplettierten das Podest.

Flütsch und Simon Schoch im Achtelfinal out

Kaspar Flütsch war im Achtelfinal am Italiener Roland Fischnaller gescheitert. Der Bündner hatte sich bereits im 1. Lauf eine Hypothek von 0,37 Sekunden eingefahren. Diesen Rückstand konnte er trotz einer tollen Aufholjagd nicht mehr wettmachen. Schliesslich fehlten dem 27-Jährigen 11 Hundertstel für ein Weiterkommen. «Ich muss das sportlich sehen, Roland war einfach schneller», so Flütschs Bilanz.

Auch für Simon Schoch bedeuteten bei seinem letzten Wettkampf die Achtelfinals Endstation. Nach einem Sturz im 1. Durchgang hatte er sich gegen den Italiener Aaron March den Maximal-Rückstand von 1,12 Sekunden eingehandelt und konnte im 2. Lauf nicht mehr reagieren.

Trio in der Qualifikation gescheitert

Stefanie Müller hatte als 18. die Qualifikation für die Achtelfinals erneut denkbar knapp verpasst. Im Riesenslalom hatten ihr 17 Hundertstel gefehlt, nun scheiterte sie wegen einer Zehntelssekunde. «Der 1. Lauf war gut, im 2. war ich einfach zu langsam», so das knappe Fazit der 21-Jährigen.

Auch Ladina Jenny blieb wie Philipp Schoch bei den Männern in der Qualifikation hängen.