Österreichischer Langläufer Dürr gedopt

Der österreichische Langläufer Johannes Dürr ist nach Angaben des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC) des Blutdopings überführt worden.

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ÖOC-Präsident Stoss zum "Fall Dürr" (23.02.14)

1:51 min, aus Sotschi-Clip vom 23.2.2014

Dürr wurde bei einer Trainingskontrolle am 16. Februar positiv auf ein EPO-Präparat getestet. Der 26-Jährige sei aus der Olympia-Mannschaft ausgeschlossen worden und bereits auf der Heimreise, schrieb das Komitee. ÖOC-Präsident Karl Stoss sagte an einer Medienkonferenz, Dürr habe das Dopingvergehen zugegeben. Deshalb sei auf die Öffnung der B-Probe verzichtet worden.

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Johannes Dürr im Interview (23.2.2014)

0:35 min, aus Sotschi-Clip vom 23.2.2014

Dürr ist geständig

In einem ORF-Interview zeigte sich der geständige Dürr am Boden zerstört: «Mir bleibt nichts anderes übrig, als mich bei allen zu entschuldigen. Ich kann das nicht mehr gut machen.»

Dürr hatte beim Sieg Dario Colognas im Skiathlon den 8. Rang belegt. Für Aufsehen hatte er im Januar mit dem 3. Gesamtrang an der Tour de Ski gesorgt.

Der 5. Dopingfall in Sotschi

Es ist der 5. Dopingfall dieser Olympischen Winterspiele. Zuvor waren Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle (De), Eishockeyspieler Vitalijs Pavlovs (Lett), Bobfahrer William Frullani (It) und Langläuferin Marina Lisogor (Ukr) erwischt worden.

Doping-Vergangenheit

Österreich hatte bereits in Salt Lake City 2002 und in Turin 2006 für Doping-Wirbel im nordischen Skibereich gesorgt. Vor acht Jahren in Turin war es in den Quartieren der Langläufer und Biathleten zu Razzien durch die italienische Polizei gekommen. Die dort gefunden Gerätschaften und Präparate lösten einen Skandal aus, der zu Sperren, Prozessen und Olympia-Ausschlüssen führte.