Zum Inhalt springen

Sotschi Zwei Dopingfälle in Sotschi

Die Olympischen Winterspiele von Sotschi haben ihre ersten Doping-Fälle: Die deutsche Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle und der italienische Bobpilot William Frullani sind positiv getestet worden.

Legende: Video «Zwei Dopingfälle in Sotschi» abspielen. Laufzeit 1:52 Minuten.
Aus sotschi aktuell vom 21.02.2014.

Evi Sachenbacher-Stehle wurde nach dem Massenstartrennen vom letzten Montag der Missbrauch des Stimulans Methylhexanamin nachgewiesen. Sowohl die A- wie auch die B-Probe waren positiv.

Alle Ergebnisse gestrichen

Das IOC schloss die 33-Jährige von den Spielen aus und erklärte alle Ergebnisse inklusive der Mannschaftswettbewerbe für nichtig. Auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) schloss Sachenbacher-Stehle per sofort aus dem Olympiateam aus. Über weitere Konsequenzen wird entschieden, sobald der Biathlon-Weltverband das Doping-Verfahren einleitet.

Sachenbacher bestreitet bewusstes Doping

Sachenbacher-Stehle erklärte: «Ich erlebe gerade den schlimmsten Albtraum, den man sich vorstellen kann. Ich kann im Moment allen Beteiligten nur ausdrücklich versichern, dass ich zu keinem Zeitpunkt bewusst verbotene Substanzen zu mir genommen habe.»

Zweifache Olympiasiegerin

In Sotschi hatte die Deutsche im Massenstart-Rennen der Biathletinnen als 4. die Medaillen nur knapp verpasst. Sie hatte erst vor zwei Jahren vom Langlauf zum Biathlon gewechselt. In ihrer Langlauf-Karriere hatte sie unter anderem zweimal Olympiagold und drei weitere Olympia-Medaillen gewonnen.

Bereits Unregelmässigkeiten in Turin 2006

Die Oberbayerin hatte schon während den Olympischen Spielen 2006 in Turin für Schlagzeilen gesorgt, als sie wegen erhöhter Blutwerte mit einer fünftägigen Schutzsperre belegt worden war.

Italienischer Bob-Athlet ebenfalls gedopt

Der zweite Dopingfall in Sotschi betrifft den italienischen Viererbob-Athleten William Frullani. Wie das italienische Nationale Olympische Komitee (CONI) bekannt gab, wurde beim 34-jährigen Anschieber in A- und B-Probe ein verbotenes Stimulans gefunden. Frullani, der am Samstag ins Viererbob-Rennen starten wollte, wurde aus der italienischen Delegation ausgeschlossen und nach Hause geschickt.

28 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Valentin Vieli, Wald
    Natürlich bestreiten alle, bewusst gedopt zu haben. Offenbar haben die Deutschen die besten Ausreden: manipulierte Zahnpasta (Dieter Baumann), Powerriegel (Evi Sachenbabcher). Wie sagte einst unser im Umgang mit Doping sehr versierte Sportarzt Beat Villiger: Nur die Dummen lassen sich erwischen. Die deutschen Biathleten waren noch nie saubere Vorzeigesportler. Die Besten waren sowieso im Osten beheimatet.Die medizinischen Atteste für Asthmaleiden sind bei Langläufern seit Jahren bekannt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Daniele, Wald
      Das sind gute Ausreden :-) @Valentin Vieli, Amer die allerbeste finde ich hatte eine Deutsche Junior Leichtathlet in gebracht, Als Sie erwischt wurde gab sie zu Protokoll, dass das Medikament in ihrem Kühlschrank Ihre Cousine beim letzten Besuch vergessen habe, sie habe es eingenommen weil Sie dachte es sei ein Multivitaminpräparat. Da frage ich soll man lachen oder weinen? ;-)
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Thomas Ott, Volketswil
    Es ist eine Tatsache dass überall wo viel Geld im Spiel ist auch verbotene Mittel eingesetzt werden, nicht nur im Sport! Wer nicht erwischt wird hat Glück und ist ein Held, wer erwischt wird sucht Ausreden und lügt solange er kann und wenns nicht mehr anders geht wird man zum Kronzeugen um andere in die Pfanne zu hauen! Die Gründe dafür sind Unmündigkeit, Schwäche, fehlendes Ehrgefühl sowie eine masslose Überbewertung des Materiellen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Daniele, Obergösgen
    Es ist so das ich in den letzten Jahren immer mehr die Freude am Sport verloren habe. Es macht mich Traurig und auch wütend wenn ich sehe wo der Sport heute steht. Es heisst immer wir Zuschauer wollen das? Wollen wir das wirklich? Ich kann diese Frage nur für mich Beantworten. Nein ich will das nicht.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Mike Schmid, Obergösgen
      Blödes Gelabber mit "wo der Sport heute steht". Als ob früher weniger gedopt wurde, tztztz
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Dirk Breer, Obergösgen
      Der deutsche Tour de France Teilnehmer Dietrich Thurau - er belegte 1977 den fünften Platz bei der Frankreichrundfahrt - erklärte damals wenige Monate nach seinem Erfolg in einem Interview: "Wer nix nimmt, wird nix." Und da gibt es heute noch Leute, die glauben, dass alles mit rechten Dingen zuginge... Ich glaube schon lange nicht mehr, dass alle, die nicht positiv getestet wurden, nichts genommen haben. Sie sind ganz einfach nicht aufgefallen und haben es halt "geschickter" angestellt.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen