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Sotschi Zwei Niederlagen für Schweizer Curler

Die Schweizer Curler stehen an den Olympischen Spielen nach zwei Niederlagen gegen China und Grossbritannien am Mittwoch mit dem Rücken zur Wand. Bis zum Abschluss der Round Robin darf sich das Team um Skip Sven Michel keine Niederlage mehr erlauben.

Legende: Video «Zwei Niederlagen für die Schweizer » abspielen. Laufzeit 1:56 Minuten.
Aus sotschi aktuell vom 12.02.2014.

Nach zwei Niederlagen am Mittwoch sieht es fürs Schweizer Männer-Team im Curling-Turnier von Sotschi schlecht aus.

Knappe Niederlage gegen Schotten

Im 4. von 9 Vorrunden-Spielen unterlagen die Schweizer am Nachmittag den starken Briten 2:4. Die Vorentscheidung fiel im vierten End, als die Schotten einen Stein stehlen konnten. Davon konnte sich das Team von Michel nie mehr erholen. Im zehnten End führte Grossbritannien 3:2 und hatte das Recht des letzten Steins.

Mit seinem letzten Stein des Tages machte Skip David Murdoch alles klar. Die Briten, Weltmeister der Jahre 2006 und 2009, konnten bereits ihren dritten Sieg feiern und unterstrichen damit ihre Position als heisser Medaillenkandidat.

Zähe Chinesen setzten sich durch

Im Morgenspiel sahen sich die Schweizer einem zähen Gegner gegenüber: Das von Rui Liu angeführte chinesische Team machte praktisch keinen Fehler. Dadurch fanden Simon Gempeler, Sandro Trolliet, Claudio Pätz und Sven Michel nie in ihr Spiel.

Die Entscheidung fiel im 9. End: Der letzte Stein von Michel glückte nicht wunschgemäss, wodurch die Schweiz nur einen anstatt zwei oder gar drei Punkte schreiben konnte. So gingen die Chinesen beim Stand von 4:4 mit dem Vorteil des letzten Steins ins letzte End. Diesen legte Lead Jialiang Zang dann problemlos in die Mitte. Damit feierte China im 3. Spiel den 3. Sieg.

Nun wirds eng für die Schweiz

Für die Schweiz wird es nach den beiden Niederlagen eng. In den letzten 5 Partien der Round Robin dürfen sich Michel und Co. wohl keine Niederlage mehr erlauben, wollen sie weiterhin im Medaillenrennen bleiben.

Nicht im Einsatz standen die Frauen. Das Team von Skip Mirjam Ott genoss nach den drei Auftaktsiegen einen Ruhetag, ehe am Donnerstag ab 06:00 Uhr das Duell mit Vize-Weltmeister Schweden (Skip Margaretha Sigfridsson) ansteht.

8 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Was sich in dieser Curler-Spielhalle abspielt, wenn die Russen spielen, muss für die Curler auf den anderen Bahnen unerträglich sein: Dieser rücksichtslose, lautstarke Lokalpatriotismus der Zuschauer gehört wirklich nicht in diese Sportart, bei der höchste Konzentration und Kommunikation unter den Spielern nötig ist! Sogar als TV-Zuschauer verlässt man diese "Brüll-Szene" gezwungenermassen, zapft ab oder auf eine andere Sportart-Uebertragung! Was meinen Fachleute zu dieser Kritik?
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    1. Antwort von Rolf Bolliger, Orpund
      Zu meiner obigen Frage muss ich mir die Antwort wohl selber geben. Da es nicht um die wählerstärkste Partei und deren Politiker geht, schweigen die "Schulmeister" und Serienkritiker im Forum, wie ein "Grab"!. Die "Spassgesellschaft" versteht wahrscheinlich meine Kritik am Geschehen in der Curling-Halle gar nicht! Sport ist offensichtlich auch gleich "grölen" und "brüllen", gleichgültig welche Probleme für die aktiven Sportler dabei entstehen! (Wie einst, bei den "alten Römer"!)
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  • Kommentar von Daniele, Obergösgen
    Das ist richtig Passant das dieses Team entwicklungsfähig ist, doch da liegt vieles brach, das kann ich nach Beobachten mehrere Partien sagen. Auch Verbandsintern muss man vieles Bedenken. denn Sie müssen wissen das hier viele Teams Profis sind, während die Schweizer wenn es gut kommt Halbprofis sind. Bei den Frauen seht es schlimm aus, wer Curling öfters schaut ist vielleicht aufgefallen das seit Jahren immer das gleiche Team für die Schweiz stand, das heisst man hat Intern keine Konkurrenz.
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  • Kommentar von jean passant, thun
    Die Spitze ist breit geworden und das Niveau im Herrencurling ist generell sehr hoch. Das junge Team aus Adelboden ist rasch verwundbar und ich sehe dies genau wie Daniele, ihr Hauptproblem ist die Inkonstanz. Sie waren gegen GB nie am Drücker, sondern versuchten verzweifelt ihr Spiel aufzubauen ohne, dass dies je wirklich gelang. Das gibt in Sotschi keine Medaille für die Herren, aber das Team hat Entwicklungspotenzial sie brauchen noch "Reifezeit".
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