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ATP-Tour Becker: «Die letzten Monate waren schwierig»

Novak Djokovic und Boris Becker gaben am Dienstagabend das Ende ihrer Zusammenarbeit bekannt. Nun meldete sich der Deutsche zu Wort.

Tenniscoach Boris Becker.
Legende: Ist wieder zu haben Tenniscoach Boris Becker. EQ Images

Nach drei erfolgreichen Jahren mit insgesamt 6 Grand-Slam-Titeln gehen Novak Djokovic und Boris Becker getrennte Wege. Die «einvernehmliche Trennung» kommunizierten die beiden parallel auf den sozialen Netzwerken.

Wir konnten nicht die Arbeit machen, die wir eigentlich wollten, weil er wichtigere Sachen zu erledigen hatte.
Autor: Boris Beckerüber Novak Djokovic

So überraschend die Zusammenarbeit 2013 zustande gekommen war, so erwartet wurde nun das Ende. «Die letzten sechs Monate waren in mehrfacher Hinsicht schwierig», erklärte Becker gegenüber Sky Sports News. «Er wollte mehr Zeit mit seiner Familie verbringen und – zurecht – vermehrt seinen Tätigkeiten neben dem Platz nachgehen.»

Boris Becker und Novak Djokovic.
Legende: Seit Wimbledon lief es nicht mehr rund Boris Becker und Novak Djokovic. Keystone

Die Folge war ein Formtief nach den French Open, das bis zum Saisonende anhielt. Djokovic, Mitte Jahr noch fest im Sattel, musste seinen Platz an der Weltranglistenspitze Andy Murray überlassen. «Uns waren etwas die Hände gebunden. Wir konnten nicht die Arbeit machen, die wir eigentlich wollten, weil Novak wichtigere Sachen zu erledigen hatte – aber ich verstehe das», so Becker weiter.

Zu wenig trainiert

«Novak hat in den letzten 6 Monaten nicht so viel Zeit auf dem Trainingsplatz verbracht, wie er es hätte tun sollen – und er weiss das», erklärt Becker. «Erfolg hat man nicht, indem man auf einen Knopf drückt. Du musst dafür schuften, wie es alle anderen auch tun.» Der 49-Jährige glaubt aber fest daran, dass Djokovic wieder in die Spur finden wird.

Legende: Video Djokovic komplettiert unter Becker seine Grand-Slam-Sammlung abspielen. Laufzeit 04:41 Minuten.
Aus sportpanorama vom 05.06.2016.

Sendebezug: Radio SRF 3, Morgenbulletin, 7.12.16, 8 Uhr

3 Kommentare

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  • Kommentar von S T (Stievery)
    Bin froh, dass Becker wieder von der Bildfläche verschwindet, er hat wahrlich nicht viel Schlaues von sich gegeben. Personen wie Connors, Noah, Edberg, Chang etc. sieht man auch heute noch mit Freude, aber Becker hat den Bogen zu stark überspannt und seinen Respekt verspielt, selbst Joker's Box konnte das nicht aufwerten. Und auch ich teile die Meinung, dass Djoker TROTZ ihm so gut war!
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  • Kommentar von Christian Graf (Christian Graf)
    Da gibt es ja noch einen gewissen Andy Murray der eventuell auch noch ein Wort mitreden will und kann.
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  • Kommentar von Heiner Zumbrunn (Heiner Zumbrunn)
    Die Frage, die sich für mich stellt: War Djokovic die letzten Jahre dank Becker so gut - oder eher mein Gefühl - trotz Becker. Djokovic ist vielleicht in einer Phase, wie sie auch bei Federer zu beobachten war: Der Spieler beginnt nachzudenken, wieso es möglich war, diese Siegesserien zu schaffen? Und wegen Nachdenken kommt das lockere Gefühl abhanden - und der Schlag ist nicht mehr so präzise.Ob er alsbald wieder Nummer 1 ist weiss niemand, Ist eine Art Kaffeesatzlesen. Wie damals bei Federer.
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