Dafür verzichten Tennis-Cracks auf Olympia

Während sich ein Grossteil der Tennis-Elite für Ruhm und Ehre in Rio abrackert, spielen einige nahmhafte Athleten im Luxus-Ressort Los Cabos um Geld und Weltranglistenpunkte.

Der Santa-Maria-Beach in Los Cabos.

Bildlegende: Traumhafte Umgebung Der Santa-Maria-Beach in Los Cabos. Getty Images

Die Olympischen Spiele mussten mit ihrem Prestige-only-Image im geschäftigen Tour-Kalender schon immer um die Tennisspieler kämpfen. Neben den wegfallenden finanziellen Einnahmen gehen den Filzball-Athleten auch wichtige Ranglistenpunkte durch die Lappen.

Natürlich können auch andere Gründe eine Rolle spielen, wie der Zika-Virus und diverse Verletzungen gezeigt haben. Oder aber, eine neue Versuchung taucht auf.

Das mexikanische «Luxus-Turnier»

Erstmals findet heuer nämlich das World-Tour-250-Turnier in Los Cabos statt. Vom eigentlichen Austragungsort Bogota nach Mexiko transferiert, darf sich das Turnier bereits jetzt einer wunderschönen Kulisse rühmen.

Dominic Thiem

Bildlegende: Dominic Thiem Die österreichische Zukunftshoffnung verzichtete für Los Cabos auf Rio – muss nun aber verletzungsbedingt pausieren. Getty Images

Zudem winkt den Teilnehmern neben ATP-Punkten ein stolzes Preisgeld von knapp 800'000 Schweizer Franken. Dem Ruf des Luxus-Badeortes gefolgt sind mit Dominic Thiem (ATP 9, hat mittlerweile verletzungsbedingt abgesagt), Bernard Tomic (19), Feliciano Lopez (20) oder Sam Querry (29) einige namhafte Akteure des Tennis-Zirkus.

An der Südspitze der «Baja California» angesiedelt, will das Hartplatz-Turnier (vom 8. - 14. August) nach eigenen Angaben «die einmalige, natürliche Schönheit einer von Mexikos wichtigsten Tourismus-Destinationen zur Schau stellen».

Neben Los Cabos kollidiert derweil auch das Atlanta Open terminmässig mit Rio, wo «Tennisgrössen» wie John Isner und Kevin Anderson sowie Bad-Boy Nick Kyrgios teilnehmen.

Sendebezug: Laufende (Vor)Berichterstattung zu den Olympischen Spielen