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ATP-Tour Dimitrov: «Haben beide nichts zu verlieren»

Kaum jemand hätte mit einem ATP-Finals-Endspiel zwischen David Goffin und Grigor Dimitrov gerechnet – auch die Finalisten nicht.

Grigor Dimitrov und David Goffin geben sich einen Handschlag.
Legende: Wiedersehen am Ende einer traumhaften Woche Grigor Dimitrov und David Goffin Reuters

Weder Roger Federer, noch Andy Murry, Novak Djokovic oder Rafael Nadal: Zum ersten Mal seit 2009 steht keiner der «Big Four» im Endspiel der ATP Finals. Vor 8 Jahren holte Nikolai Dawydenko im Final gegen Juan Martin Del Potro den Titel.

Stattdessen duellieren sich mit Grigor Dimitrov und David Goffin zwei Spieler, für die zunächst wenig gesprochen hatte:

  • Dimitrov startete mit einem Turniersieg in Brisbane zwar verheissungsvoll in die Saison. Danach standen ihm bei den grossen Turnieren aber meist die grossen Namen vor der Sonne. In Melbourne, Madrid, Wimbledon, Peking und Schanghai schied der 26-Jährige stets gegen einen Top-10-Spieler aus.
  • Nach einer ärgerlichen Verletzung musste Goffin bei den French Open aufgeben und verpasste Wimbledon. Erst gegen Saisonende drehte er mit den Turniersiegen in Shenzhen und Tokio auf.

Die Finalisten im Profil


David GoffinGrigor Dimitrov
Alter2626
Weltrangliste86
Nationalität
BelgienBulgarien
Karriere-Titel47

Die Absagen der Favoriten ist jedoch nicht der einzige Grund für die Finalteilnahme der zwei Underdogs. Beide zeigten in London bislang starke Leistungen. Goffin besiegte Nadal in der Gruppenphase und feierte gegen Federer einen sensationellen Halbfinal-Erfolg. «Es ist der grösste Sieg meiner Karriere, so viel steht fest», bejubelte der Belgier den Triumph gegen sein ehemaliges Idol.

Dieser Match gehört der Vergangenheit an.
Autor: Grigor Dimitrovüber seinen klaren Sieg gegen Goffin in der Gruppenphase

Dennoch geht Dimitrov als Favorit ins Endspiel der Aussenseiter. Er führt ihm Head-to-Head mit 4:1 und feierte in der Gruppenphase einen diskussionslosen 6:0, 6:2-Sieg im Direktduell. «Ich würde noch so gerne die Wiederholungs-Taste drücken», sagt der Bulgare, schiebt aber sogleich nach: «Dieser Match gehört der Vergangenheit an.»

Goffin sei ein sehr intelligenter Spieler und verfüge nach seinem Finaleinzug über gehörig Selbstvertrauen, gab Dimitrov zu Protokoll. Trotz der grossen Bedeutung der Partie könnten beide befreit aufspielen. «Weder er noch ich: Wir haben beide nichts zu verlieren.»

Legende: Video Gruppenphase: Dimitrov macht mit Goffin kurzen Prozess abspielen. Laufzeit 1:42 Minuten.
Vom 15.11.2017.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 18.11.2017, 21:00 Uhr

Verfolgen Sie den Final der ATP Finals zwischen Goffin und Dimitrov am Sonntag ab 19:00 Uhr auf SRF zwei oder in der Sport App.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Theresia Weber (Resi)
    R.Glättli, wer den Tennissport liebt, schaut nicht nur zu,wenn Federer spielt. Bin erfreut, dass es noch einige einhändige Rückspieler gibt. Welche von welchem Spieler optisch schöner ist, ist Geschmacksache. Mir gefällt am besten die von Wawrinka,weil kraftvoll, führer war es für mich diejenige von Speedy (Fernando) Gonzalez. Auch kraftvoll und schnell. Was die zweihändige betrifft, finde ich dass man heute anders spielt wie Marat Safin und David Nalbandian. Die fand ich schöner als heute.
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    1. Antwort von Jakob Meier (jakob.meier)
      Unter den einhändigen ist zuweilen die von Gasquet ebenfalls eine Augenweide. Bei den zweihändigen find ich die von Fognini stark.
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  • Kommentar von R. Glättli (R. Maier-G.)
    Es kann dem Tennis nur gut tun, dass mal "andere" Gesichter im Final stehen! Und mit Dimitrov steht ja der "Mini-Federer" im Final! ;-) Seine Rückhand ist optisch sogar schöner, als die von RF! ;-)
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