Eine Retourkutsche für den Federer-Coach

Vor einem Jahr hat Milos Raonic im Brisbane-Endspiel kein Rezept gegen Roger Federer gefunden. Bei der Neuauflage drehte der Kanadier den Spiess nun um. Das Pikante: Raonics Ex-Coach vollzog inzwischen einen Seitenwechsel.

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Ljubicic gab seinen Einstand an der Seite Federers

2:04 min, vom 11.1.2016

Nicht selten schreibt der Sport Geschichten, die besser sind als das Drehbuch des phantasievollsten Autors. So geschehen am Sonntag auf der anderen Seite der Erdkugel. Milos Raonic sicherte sich in Brisbane ausgerechnet gegen seinen letztjährigen Bezwinger Roger Federer mit 6:4, 6:4 den 8. Turniersieg.

Empfindlich ist die Niederlage insbesondere für Ivan Ljubicic, der vom Baselbieter in dessen 19. ATP-Saison neu in den Betreuerstab gerufen worden war. «Er passt wunderbar in mein Team. Denn er kann sehr gute Entscheidungen einfliessen lassen», glaubt der 34-jährige Maestro.

Verpatzter Einstand – Federer hat dafür kein Gehör

Bis zur Trennung Ende 2015 hatte Ljubicic während mehr als 2 Jahren mit Raonic zusammengearbeitet. Deshalb erlebte er die Final-Affiche von Brisbane 2015 zwischen Federer und Raonic noch in der Box des Kanadiers – und damals als Verlierer.

«  Ich bin sehr zufrieden, wie erfolgreich die neue Zusammenarbeit angelaufen ist. »

Roger Federer

Während die 25-jährige Weltnummer 14 inzwischen auf der Sonnenseite steht, setzte es für den Coach also eine erneute Niederlage ab. Gleichwohl verweist Federer auf einen gelungenen Einstand. «Ich bin sehr zufrieden, wie erfolgreich die neue Zusammenarbeit angelaufen ist», betonte er.

Seine Einschätzung fällt wohl auch deshalb so positiv aus, weil Federer noch immer die Nachwirkungen einer Grippeerkrankung verspürte.

Sendebezug: SRF ino, sportlive, 10.01.2016 10:00 Uhr