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ATP-Tour Eklat im Davis Cup: Kanada-Youngster disqualifiziert

Der erst 17-jährige Denis Shapovalov hätte für Kanada zum grossen Helden werden können. Stattdessen unterlief ihm ein folgenschweres Malheur.

Legende: Video «Der fatale Schlag von Shapovalov (Quelle: SNTV)» abspielen. Laufzeit 0:54 Minuten.
Vom 06.02.2017.

Denis Shapovalov (ATP 234), für viele Experten eines der grössten Tennistalente, durfte am Sonntag im Davis Cup auf der ganz grossen Bühne ran. Der 17-Jährige traf im entscheidenden 5. Einzel auf Kyle Edmund (ATP 47), zwischen Kanada und Grossbritannien hatte es zu diesem Zeitpunkt 2:2 unentschieden gestanden.

Ein Wutausbruch mit Folgen

Obwohl er gut mithielt, verlor Shapovalov die ersten beiden Sätze. Und dann passierte es: Nachdem er auch im 3. Durchgang ein Break kassierte, schleuderte der Linkshänder frustriert einen Ball weg – und traf dabei Schiedsrichter Arnaud Gabas voll im Gesicht.

Gabas mit einem «Veilchen» am linken Auge.
Legende: Gezeichnet Gabas mit einem «Veilchen» am linken Auge. Keystone

Dem Referee blieb keine andere Wahl, als Shapovalov zu disqualifizieren. Kanada verlor damit nicht nur die Partie, sondern auch die Begegnung. «Ich schäme mich und fühle mich schrecklich, mein Team und mein Land im Stich gelassen zu haben», entschuldigte sich der sonst sehr besonnene Shapovalov einsichtig.

Schiedsrichter Gabas, dessen linkes Auge stark angeschwollen war, musste für Untersuchungen ins Spital gebracht werden.

Davis-Cup-Achtelfinals

Argentinien
Italien
*2:2
BelgienDeutschland3:2
Tschechien
Australien1:4
SchweizUSA0:5
JapanFrankreich1:4
KanadaGrossbritannien2:3
RusslandSerbien
0:4
SpanienKroatien3:1

5 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Blatter (blatti)
    Ist halt wie Rally völlig unnütz und gefährlich, kommt noch dazu ist nur ein Spiel es geht um nicht's, egal wer Gewinnt ich muss morgen trotzdem arbeiten!
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  • Kommentar von Juha Stump (Juha Ilkka Stump)
    Es hätte noch schlimmer ausgehen können, der Schiedsrichter hätte das Auge sogar verlieren können. Es erstaunt mich, dass die meisten Spielerinnen und Spieler und auch die Leute auf dem Treppchen immer noch auf Schutzbrillen verzichten. Bei dieser Schlagkraft, die hinter einem solchen Ball steckt, könnte es ganz schlimme Verletzungen geben, bisher hatte die Tennis-Szene noch viel Glück. Was das Wegschlagen und auch Racketzerstören betrifft, sind schon längst härtere Strafen fällig.
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Emotionale Reaktion - verständlich - nicht aber die Gefährdung von Menschen, welche auf einem Tennisplatz massenhaft und sehr nah beieinander vorhanden sind! Korrekte, notwendige Konsequenz für einen hoffentlich entsprechenden Lernprozess des Spielers!
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