Federer: «Ich kann in Melbourne gewinnen»

Roger Federer bereitet sich in aller Ruhe auf die Australian Open vor. Bei einem Sponsoring-Termin in Singapur sprach der Schweizer über seine Ziele sowie seine härtesten Gegner und er äusserte sein Bedauern über das Fehlen Rafael Nadals.

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Interview mit Roger Federer

2:08 min, vom 4.1.2013

Roger Federer bereitet sich wie schon in den letzten Jahren in seinem Zweitwohnsitz Dubai auf das neue Tennisjahr vor. Für einen Sponsoring-Event stattete er Singapur einen Besuch ab - zur Freude zahlreicher Fans. In der 5-Millionen-Metropole wagte er in einem Interview einen Ausblick auf die Australian Open, die am 14. Januar beginnen.

«Habe in Melbourne noch nie schlecht gespielt»

«Ich bin überzeugt, dass ich ein gutes Turnier spielen werde», sagte Federer. «In Melbourne habe ich noch nie wirklich schlecht gespielt.» Dass er erstmals seit 5 Jahren kein Vorbereitungsturnier mehr bestreite, sei nicht so schlimm: «Es war viel wichtiger, dass ich nach einer strengen Saison wieder frisch bin, gut trainieren konnte und mich gut fühle.»

«Djokovic ist der Topfavorit»

Roger Federer.

Bildlegende: Zuversichtlich Roger Federer traut sich den Sieg an den Australian Open zu. Keystone

Federer rechnet sich gute Chancen aus, das 1. Grand-Slam-Turnier des Jahres zum 5. Mal gewinnen zu können: «Wenn ich gut spiele, kann ich mich durchsetzen.» Doch als Topfavoriten sieht er die Weltnummer 1 Novak Djokovic: «Er gewann die ATP-Finals in London und die letzten beiden Jahre in Melbourne. Zudem befindet er sich in Topform, er ist auf Hartplatz kaum zu bezwingen.» In Melbourne jedoch könnte Federer frühestens im Final auf den Serben treffen.

«Hoffentlich kommt Nadal bald zurück»

Neben Djokovic warnt der Schweizer auch vor Andy Murray, mit dem nach dessen Triumph an den US Open erst recht zu rechnen sei. «Allerdings können alle Spieler, die in der Weltrangliste auf den Plätzen 5 bis 30 klassiert sind, weit kommen», erklärt Federer. Schliesslich äusserte er auch sein Bedauern, dass sein früherer Dauerrivale Rafael Nadal wegen einer Viruserkrankung nicht antreten kann: «Ich würde ihn gerne wieder spielen sehen. Hoffentlich kommt er bald zurück.»